Astrid Scholte: Four Dead Queens. Buchkritik | BUCHSZENE

Vier Königinnen. Eine Verschwörung. Eine geniale Diebin. Zwei Gejagte. Und nur drei Tage, um einen Mörder zu finden. Astrid Scholtes Roman „Four Dead Queens“ versetzt uns ins fiktive Land Quadara.

Astrid Scholtes Fantasy-Roman „Four Dead Queens“ spielt in einem von vier Königinnen regierten Land

2. Juni 2020 | Anna Schnitzler

Titelbild Four Dead Queens

©Alexander Sviridov shutterstock-ID 703017952

Quadara ist ein Land, das von vier Königinnen regiert wird

Astrid Scholtes Fantasy-Roman „Four Dead Queens“ spielt in Quadara, einem Land, das in vier Quadranten aufgeteilt ist und von jeweils einer Königin regiert wird. Gemeinsam regieren diese vier Königinnen aus dem Herzen des Landes, dem Regierungsbezirk, ihren eigenen Quadranten. Jeder Quadrant hat andere Eigenschaften und andere Verpflichtungen:

Archia gilt als Insel des Ackerbaus, auf der man das schlichte Leben, harte Arbeit und die Natur ehrt. Der Leitspruch seiner Einwohner, die von Königin Iris regiert werden, lautet: Traue nur dem, was mit Herz und Hand betrieben wird. Eonia ist der gefrorene Quadrant, in dem man Technologie, Evolution und eine harmonische Gesellschaft wertschätzt. Seine Königin heißt Corra. Toria ist der von Königin Marguerite beherrschte Küstenquadrant, in dem Handel, Neugier und Erforschung hochgehalten werden. Sein Leitspruch lautet: Wer alles weiß, ist allwissend. Ludia nennt man den Vergnügungsquadranten. Hier zählen vor allem Frivolität, Musik, Kunst und Unterhaltung. Sein Leitspruch lautet: Das Leben gehört den Genießern, deren Augen und Herz offen sind. Königin Stessa regiert das Land.

Keralie Carrington gilt als die beste Taschendiebin Quadaras

Astrid Scholtes Heldin heißt Keralie Carrington. Sie ist die beste Taschendiebin Quadaras. Keralie weiß genau, wie sie an die wertvollsten Waren kommt, ohne geschnappt zu werden. Ihr Kindheitsfreund und Arbeitgeber Makiel macht sich diese Fähigkeit zunutze. Er betraut sie mit den wichtigsten und schwierigsten Aufträgen, die sonst kein anderer schaffen kann. Und genau das wird Keralie noch zum Verhängnis werden. Makiel schickt Keralie aus, um Erinnerungschips von einem Boten aus Eonia zu stehlen. Sie führt den Auftrag ohne Probleme aus. Bei der allabendlichen Versteigerung der gestohlenen Sachen, die Makiels Angestellte zusammengetragen haben, freut sie sich schon auf ihren Gewinn, denn solche Chips sind sehr gefragt und schwer zu bekommen. Zu ihrem Schrecken taucht aber auch der Bote auf, den sie beklaut hat. Anscheinend will er sich seine Chips zurückersteigern. Aber zu ihrer beider Überraschung behält Makiel die Erinnerungschips für sich.

Der Bote und Keralie sind Marionetten eines groß angelegten Spiels

Als der Bote Keralie nach der Versteigerung aufsucht, droht er sie an Ort und Stelle umzubringen, wenn sie nicht zurückgibt was sie gestohlen hat. Um ihr Leben zu retten, verspricht sie ihm seine Chips zurückzuholen. Allerdings erwischt Makiel sie. Um sich selbst und den Boten vor dem Tod zu schützen, schluckt Keralie die Erinnerungschips. Zu ihrem großen Schrecken sind diese jedoch nicht leer und so muss sie in ihren Gedanken miterleben, wie alle vier Königinnen ermordet werden. Gemeinsam mit dem Boten Varin gelingt ihr die Flucht vor Makiel und seinen Schergen. Varin und Keralie erkennen bald, dass es keine Erinnerungen waren, die Keralie gesehen hat. Deshalb wollen sie in den Palast gehen und das Schlimmste verhindern. Was sie jedoch beide nicht wissen ist, dass sie nur zwei Marionetten eines groß angelegten Spiels sind.

Astrid Scholtes „Four Dead Queens” ist phantastische Murder-Mystery

Astrid Scholtes „Four Dead Queens“ entwickelt von Anfang an große Sogwirkung. Man fiebert mit der Protagonistin und dem Verlauf der Geschehnisse mit. Dadurch, dass jede Königin aus ihrer Sicht erzählt, kommt man dem Mörder immer näher. Dank seinem wundervollen Cover sticht das Buch einem sofort ins Auge. Innen überrascht es mit einer tollen Karte und Erklärungen zu den fünf Quadranten. Astrid Scholte ist ein grandioses Buch gelungen.

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