Von magischem Garn, Erzählfäden und dem Meer. In „Fischers Frau“ verknüpft Karin Kalisa die Geschichte der Teppichwebkunst mit dem Schicksal zweier Frauen.

In „Fischers Frau“ lässt Karin Kalisa die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche lebendig werden

10. Juni 2022 | Simone Lilienthal

Fischers Frau

Mit etwas Glück können Sie „Fischers Frau“ von Karin Kalisa gewinnen. Wir verlosen 10 Exemplare!


Verbirgt der alte Teppich ein Geheimnis – oder ist er eine Fälschung?

„Nicht, dass es eine Fälschung ist“, hatte sie gesagt, mehr geflüstert als gesagt hatte sie das. Sie hatte damit die Worte wiederholt, mit denen ihr Holger Berends – Vineta-Forscher und Museumspädagoge, der Mann aus Zimmer 117, ihr einen kürzlich ins Haus gekommenen, etwas muffig riechenden Wandteppich auf den Tisch gelegt hatte.

Die Kuratorin Mia Sund fürchtet, jemand könnte ihr eine Falle stellen

Wer ist sie – die Heldin von Karin Kalisas neuem Roman? Mia Sund ist Kuratorin, Spezialgebiet Fasernarchäologie, und schätzt die Einsamkeit mehr als das Unter-Menschen-Sein. Der Teppich macht sie stutzig, er ist ihr ein Rätsel. Denn er ist alt, vermutlich 100 Jahre. Wie aber hat der Teppichknüpfer oder die Teppichknüpferin vor einem Jahrhundert eine solche Wirkung erzielt – mit Naturfarben? Ist der Teppich womöglich eine Fälschung, wie es ihr Kuratorkollege angedeutet hat? Will ihr jemand eine Falle stellen?

Der Fischerteppich entpuppt sich als außergewöhnliches Kunstwerk

Mia unterzieht den Teppich einer Untersuchung. Bei genauerer Betrachtung irrlichtern in seinem Flor – also da, wo die Fasern aus dem Gewebe abstehen – Hunderte von Grüntönen, segeln Koggen unter mysteriösen Flaggen, tanzen kleine Wellen in den Augen der Fische und eine ornamentale Borte entpuppt sich als vieldeutige Chiffre. Es ist ein Fischerteppich. Es ist ein sehr seltenes Exemplar. Und dann entdeckt Mia noch etwas: Am Rand des Teppichs ist eine Buchstabenfolge zu erkennen. „INASILKESTRAD NINASILKESTRAD NINASILKESTRAD passte genau neunmal in die Bordüre. NINA SILKE STRAD.“ Mia hat eine Spur.

Kurz entschlossen bricht Mia Sund auf zu einer Reise durch Europa

Deshalb beantragt Mia Sund – zum ersten Mal in zwölf Jahren – eine Dienstreise und macht sich auf, ein Teppichrätsel zu lösen, das mit dieser Frau Nina Silke Strad verknüpft zu sein scheint. Quer durch Europa reist sie, stets auf der Suche nach der Knüpferin und ihrer Botschaft, die die alte Erzählung vom Fischer und seiner Frau auf den Kopf stellt.

Das Geheimnis des Teppichs reicht bis ins Jahr 1928 zurück

Es ist das Jahr 1928, als die Fischer ein dreijähriges Fangverbot auferlegt bekommen und deshalb kreativ werden müssen: Anstatt hinaus aufs Meer zu fahren, setzen sie sich an Webstühle und knüpfen Teppiche, die die Welt der See zeigen – oder der Welt die See, wie man es nimmt. Das Grün des Baltischen Meeres. Zu ihrem Erfolg trägt ein österreichischer Teppichmeister bei, der ihnen die wichtigen Knoten beibringt: Senneh und Smyrna. Bald nennt man die Teppiche in ganz Europa die „Perser von der Ostsee“.

Karin Kalisas „Fischers Frau“ ist ein faszinierender Roman

Mia Sund enthüllt das Geheimnis der Pommerschen Fischerteppiche Knoten für Knoten. Dabei kommen nicht nur die Rätsel der Vergangenheit ans Licht, sondern auch Mias eigene. In munterem Erzählton entführt uns Bestsellerautorin Karin Kalisa in „Fischers Frau“ in eine so versponnene wie magische Geschichte. Es ist ein Roman, der die faszinierende Kunst des Teppich-Knüpfens begreifbar macht und mit den Lebensfäden zweier außergewöhnlicher Frauen verwebt.

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