Dorf-Polizist Schorsch Wammetsberger ist nebenbei auch Wilderer
In „Die Schwarze Jagd“, dem dritten Fall für Schlawiner-Sheriff Schorsch Wammetsberger und Kripo-Kommissar Korbinian Eyrainer, trifft die tödliche Kugel nicht nur einen Rehbock, sondern auch einen Tiroler Kollegen: Gruppeninspektor Andreas Forcher bleibt nach einem höchst unübersichtlichen, nächtlichen Feuergefecht zwischen Wammetsbergers Freizeit-Wilderern und einer Bande Schleuser auf der Wallstatt. Die Schleuser fliehen zurück nach Tirol und Schorsch hat den Dreck im Schachterl. Was tun mit Forchers Leiche? Was tun, um nicht selbst unter Mordverdacht zu geraten? Die Spuren verwischen und ein Bock-Bierchen zischen. Womit wir bei einem der Sujets wären, um die die schrägen, schwarzhumorigen Geschichten von Dinesh Bauer rotieren: die Absurditäten und Untiefen einer immer komplexer werdenden globalisierten Welt, in der man nur überlebt, wenn man sich auf solch „klassisch“ bayerische Werte wie Halsstarrigkeit, Bauernschläue und Hinterfotzigkeit besinnt. Es erscheint paradox, aber gerade dieser oft als reaktionär verschrienen Geisteshaltung entspringt eine wahrhaft revolutionäre Kraft.Blöd, dass ihm regelmäßig der Boandlkramer in die Knödel-Suppe spuckt
Polizeihauptmeister Schorsch Wammetsberger ist ein Ur-Bayer jenseits aller geläufigen Klischees. Am liebsten hätte Schorsch seine Ruhe, sein Bier und die Leckereien seiner Ehefrau Elfriede. Schorsch ist bei den Gebirgsschützen, weil man am Dorf ja irgendwo „dabei sein muss“. Und er ist Polizist, weil er in der Polizeiinspektion Bad Brennbruck eine ruhige Kugel schiebt und den Respekt der „anständigen“, sprich der kleinen, hier ansässigen Leute genießt. Seinen Vorgesetzten begegnet er, wie allen Großkopferten, mit inniger Abneigung. Alles Fremde und Abwegige ist ihm prinzipiell suspekt. Dabei handelt er jedoch stets nach dem Grundsatz: leben und leben lassen. Wammetsberger ist einer, der in sich selbst ruht und das Leben in vollen Maßkrug-Zügen genießt. Bloß blöd, dass ihm regelmäßig der Boandlkramer in die Speckknödel-Suppe spuckt. Eine Leiche bei der Anti-Terror-Übung, eine Leiche in der „buckligen“ Verwandtschaft seiner Frau und jetzt eine beim Wildern. Um nicht im Knast oder zumindest auf der Roten Liste zu landen, bleibt dem wackeren Streifenbullen nichts anderes übrig, als aktiv zu werden und den Mordfall Forcher mit unorthodoxen Methoden aufzuklären. Wammetsberger ist durch und durch „Bauch-Mensch“ und besitzt den Instinkt eines Bluthunds, der unbeirrt der Fährte des Killers zur Schlipfgrub-Alm folgt.Das B-Team konzentriert sich auf: Bier, Brotzeit und Brennsuppe
Die schwarze Jagd
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