Ava Blum gewinnt Sports Romance. Interview | BUCHSZENE

Sie ist die Glückliche unter beinahe 150 Teilnehmer*innen des Sports Romance Schreibwettbewerbs von Piper Verlag und BUCHSZENE. Im Interview erzählt Ava Blum, wie sie schreibt und wie sie gewann.

Ava Blum verrät, wie sie den Schreibwettbewerb von Piper Verlag und BUCHSZENE gewonnen hat

20. März 2019 | Interview: Jörg Steinleitner

Ava Blum – Bis es Sterne regnet

© Anna Shkolnaya – Shutterstock.com Bild-ID: 222331084

Großer Glückwunsch, Frau Blum, Sie haben den Sports Romance Schreibwettbewerb von Piper Verlag und BUCHSZENE gewonnen. Unter 150 Teilnehmer*innen wurden Sie von den Sports-Romance-Fans ausgewählt, Ihren Roman „Bis es Sterne regnet“ zu schreiben und zu veröffentlichen. Was haben Sie als erstes gedacht, als Sie von Ihrem Sieg erfuhren?

Ich konnte mein Glück kaum fassen und verspürte erst mal unendliche Erleichterung überhaupt die Möglichkeit zu haben, meinen Roman noch dieses Jahr bei Piper Digital zu veröffentlichen. Ich sehe mich nicht als Siegerin, sondern freue mich wahnsinnig, neben Tine Nell und Mia Mai unter den ersten drei zu sein, wir sind alle Gewinner. Da die Wahl in der Hand des Publikums lag, freue ich mich umso mehr, dass so viele Leute mir ihre Stimme geschenkt und mir somit zum Verlagsvertrag verholfen haben.

„Bis es Sterne regnet“ spielt in New York. Verraten Sie ein bisschen mehr?

Die Geschichte handelt von einem russischen Balletttänzer namens Juri, der seiner Mutter den letzten Wunsch erfüllt und von seiner Heimatstadt St. Petersburg nach New York zu seinem Vater zieht, den er eigentlich gar nicht kennt. New York habe ich gewählt, weil diese pulsierende Stadt erst mal eine Herausforderung für Juri darstellt und er dort mit einigen Vorurteilen zu kämpfen hat. Das New York City Ballett gilt als das berühmteste und einflussreichste der Welt und da Juri ein sehr talentierter Balletttänzer ist, wollte seine Mutter, dass er dort seinen Abschluss zum Bühnentänzer absolviert.

Wie sind Sie auf diese Geschichte gekommen – tanzen Sie selbst Ballett?

Ich habe über zwanzig Jahre klassisches Ballett getanzt und ein paar Jahre als Choreographin im Ausland gearbeitet, wo ich komplette Bühnenshows auf die Beine gestellt habe. Es war schon immer mein Wunsch, einen Roman zu schreiben, in dem Ballett eine Rolle spielt, hier bot sich die Gelegenheit.

Sie sind in Berlin geboren, leben aber auf Gran Canaria. Wie kam es dazu?

Ich bin der Liebe wegen nach Gran Canaria gezogen, mein Mann lebt und arbeitet schon viele Jahre auf der Insel. Mittlerweile sind es bereits acht Jahre, die ich hier mit meiner Familie lebe.

Wieviel von „Bis es Sterne regnet“ haben Sie schon geschrieben?

Etwa ein Drittel. Ich habe erst kurz vor Einsendeschluss mit der Geschichte begonnen, es war ein spontaner Entschluss, die Idee zu dem Roman war so eine Art Eingebung. Bis Anfang Juni werde ich mein fertiges Manuskript beim Verlag abgeben, voraussichtlich im Oktober wird der Roman erscheinen.

Geht Ihnen das Schreiben leicht von der Hand?

Wenn ich eine genaue Vorstellung von der Szene habe ja. Bevor ich eine Szene schreibe, versuche ich mich genau in die Personen und die Atmosphäre hineinzuversetzen. Ich lasse sozusagen mein eigenes Kopfkino laufen, dann
komme ich auch meist gut in Flow.

Was fasziniert Sie am Romanschreiben?

Während des Schreibens habe ich meist die besten Ideen. Ich bin jedes Mal überrascht, welche Eigenständigkeit meine Figuren entwickeln und in welche Richtung sie mich führen. Ideen, die ich vorher nicht geplant habe, sind meist die besten, denn im Plotten bin ich leider gar nicht so gut. Ich kann nicht jede Szene bis ins kleinste Detail durchplanen. Anhand von einzelnen Plot-Punkten baue ich ein Gerüst, die Plotlöcher stopfe ich während des Schreibprozesses und bin jedes Mal selbst gespannt, was daraus wird.

Was ist für Sie der Reiz an der Kombination aus Sport und Romantik? Hat Sie das gleich inspiriert?

Auf jeden Fall. Ein bisschen Romantik muss für mich in jeder Geschichte dabei sein. Ohne Knistern und Kribbeln geht einfach nicht.

Wenn Sie mal träumen – was könnte Ihr Roman „Bis es Sterne regnet“ in Ihrem Leben verändern?

Ich würde mir wünschen, dass durch diesen Roman mehr Verlage auf mich aufmerksam werden und meine anderen Projekte ein passendes Dach finden.

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