Volker Mehnert: Alexander von Humboldt oder... | BUCHSZENE

Kaum war seine strenge Mutter gestorben, kündigte er seine Beamtenstelle und begab sich auf Abenteuerreise. „Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne“ ist ein packendes Kindersachbuch.

Volker Mehnerts „Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne“ ist herrlich illustriert

2. März 2020 | Annika von Schnabel

Titelbild Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne

©Sergey Nivens shutterstock-ID 1008872926

Volker Mehnert erzählt Humboldts Leben packend wie einen Krimi

Es ist ein seltener Glücksfall, wenn der Autor eines Sachbuchs so spannend schreiben kann wie ein Krimiautor. Bei dem Kindersachbuch „Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne“ ist dies der Fall. Volker Mehnert erzählt das Leben des großen Abenteurers und Naturforschers Alexander von Humboldt wie einen packenden Roman. Dazu hat die Künstlerin Claudia Lieb dieses Buch auch noch phantastisch schön illustriert. Und der herausgebende Verlag hat bei der Auswahl des Papiers und der sonstigen Ausstattung ein derart glückliches Händchen bewiesen, dass man als bibliophile Mutter seinen Kindern mit Freude aus dem großformatigen Band vorliest.

Bereits als Kind war Humboldt fasziniert von Insekten und Pflanzen

Man muss allerdings auch sagen, dass Alexander von Humboldt, der von 1769 bis 1859 lebte, einen Helden abgibt, mit dem sich Kinder gut identifizieren können: Bereits als Kind war Humboldt fasziniert von den Steinen, Insekten und Pflanzen. Das Geschehen im Garten seines Elternhauses interessierte ihn wesentlich mehr als Latein und Griechisch, Literatur und Philosophie – die Paradedisziplinen, die seinen großen Bruder einmal zu einem der bedeutendsten Staatsmänner und Bildungsreformer seiner Zeit machen sollten. Alexander Humboldt steckte voller Entdeckerlust.

Kaum war seine Mutter tot, kündigte er seinen Job und ging auf Weltreise

Allerdings wurde der Abenteurer zunächst von seiner strengen Mutter – der Vater war überraschend verstorben – gebremst. Humboldt soll Beamter werden. Er studiert Bergbau, schließt 22-jährig ab, und bekommt seinen ersten Posten als Bergwerksinspektor. Nebenher schreibt er bereits jetzt Bücher und macht allerlei nützliche Erfindungen. 1796 stirbt seine Mutter, die Brüder erben ein großes Vermögen. Und was macht Alexander von Humboldt? Er kündigt seinen Job, um mit dem gewonnenen Geld auf Weltreise zu gehen. Auf dem Weg lernt er einen wichtigen Mann kennen: Der Franzose Aimé Bonpland wird sein treuer Begleiter auf all den Abenteuern sein, die nun kommen.

Humboldt riskiert sein Leben – mit Jaguaren und auf Vulkanen

Bonpland und Humboldt reisen in die Karibik, sie bestaunen fliegende Fische und überleben Krankheiten, die ganze Schiffsbesatzungen hinwegraffen. Sie klettern trotz Klapperschlangen durch südamerikanische Urwälder, sie fahren mit dem Kanu auf Flüssen, in denen Delfine und Krokodile schwimmen. Eines Tages steht Humboldt einem veritablen Jaguar gegenüber. Sie beobachten Pelikane, Fischreiher, Albatrosse, Geier und Papageien. Sie steigen in Höhlen und auf Berge. Humboldt riskiert sein Leben, indem er jeden Vulkan erklimmt, an dem sie vorbeikommen.

Bonpland und Humboldt sammeln, dokumentieren und archivieren

Das Besondere an den beiden ist, dass sie nicht nur schauen, sondern auch sammeln, notieren, vermessen und archivieren. Alles, was sie entdecken, wird dokumentiert. Volker Mehnert schreibt: „Nie zuvor haben sich Wissenschaftler in derart entlegene Weltgegenden gewagt, und nie zuvor wurden Geografie und Klima, Pflanzen- und Tierwelt des amerikanischen Kontinents mit so viel Interesse und Genauigkeit untersucht.“ Humboldt erkennt – im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen – zudem, dass es sich bei den indianischen Ureinwohnern keineswegs um primitive Wilde handelt, sondern um Nachfahren großartiger Kulturen, die Opfer der spanischen Kolonialherren wurden. Insofern war Humboldt ein moderner Mensch im besten Sinne und kann auch heute noch Inspiration sein für junge Abenteurerinnen und Abenteurer. Mein Sohn hat dieses Buch jedenfalls mit großer Begeisterung gelesen.

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