„Acht Tage im Mai“ von Volker Ullrich | BUCHSZENE.DE

Die letzte Woche des Dritten Reiches hat begonnen. Hitler ist tot, aber der Krieg noch nicht zu Ende. Alles scheint zum Stillstand zu kommen, und doch ist alles in atemloser Bewegung.

„Acht Tage im Mai“ von Volker Ullrich

18. Juni 2020 | Redaktion

Titelbild Acht Tage im Mai Bestseller

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Volker Ullrich schildert Tag für Tag diese „zeitlose Zeit“ und entführt den Leser in eine zusammenbrechende Welt voller Dramatik und Hoffnung, Gewalt und Angst. Sein Buch ist eine unvergessliche Zeitreise in den Untergang. Während die Regierung Dönitz nach Flensburg ausweicht, rücken die alliierten Streitkräfte unaufhaltsam weiter vor. Berlin kapituliert, in Italien die Heeresgruppe C. Raketenforscher Wernher von Braun wird festgenommen. Es kommt zu einer Selbstmordepidemie und zu Massenvergewaltigungen. Letzte Todesmärsche, wilde Vertreibungen, abtauchende Nazi-Bonzen, befreite Konzentrationslager – all das gehört zu jener „Lücke zwischen dem Nichtmehr und dem Nochnicht“, die Erich Kästner am 7. Mai 1945 in seinem Tagebuch vermerkt. Volker Ullrich, der große Journalist und Hitler-Biograph, hat aus historischen Miniaturen und Mosaiksteinen ein Panorama dieser „Acht Tage im Mai“ zusammengefügt, das sich fesselnder liest als mancher Thriller.

 Aus dem Inhalt von „Acht Tage im Mai“

Prolog, 30. April 1945

Hitlers Ende im Bunker – Sturm auf den Reichstag – Besetzung Münchens – Die „Freiheitsaktion Bayern“ – Befreiung des Konzentrationslagers Dachau – Ernennung von Großadmiral Dönitz zu Hitlers Nachfolger

 

1. Mai 1945

Das Scheitern des Versuchs einer Separatverständigung mit Stalin – Programm und erste Maßnahmen der Regierung Dönitz – Bekanntgabe von Hitlers Tod – Selbstmord der Familie Goebbels – Ausbruch aus der Reichskanzlei – Selbstmordepidemie: Der Fall Demmin – „Gruppe Ulbricht“ in Berlin – Willy Brandt und Astrid Lindgren in Stockholm

 

2. Mai 1945

Reaktionen auf Hitlers Tod – Kapitulation Berlins – Plünderungen – Die Tätigkeit der „Gruppe Ulbricht“ – Suche nach Hitlers Leichnam – Sowjetisches Verwirrspiel um Hitlers Tod – Teilkapitulation der Heeresgruppe C in Italien – Die militärische Lage Deutschlands – Verlegung des Hauptquartiers der Regierung Dönitz nach Flensburg – Festnahme der Raketenforscher um Wernher von Braun – Victor Klemperer in Unterbernbach: Erste Begegnung mit den Amerikanern

 

3. Mai 1945

Generalaussprache in Flensburg mit den Befehlshabern der besetzten Gebiete – Kampfl ose Übergabe Hamburgs – Tragödie in der Lübecker Bucht: Der Untergang der „Cap Arcona“ – Das Tagebuch der „Anonyma „: Massenvergewaltigungen in Berlin – Verhandlungen mit Feldmarschall Montgomery über eine Teilkapitulation in Nordwestdeutschland

 

4. Mai 1945

Unterzeichnung der Teilkapitulation in Nordwestdeutschland, Dänemark und den Niederlanden – Weitere Teilkapitulationen von Heeresgruppen und Armeen – Die Besetzung des Obersalzbergs – Auf Hitlers Berghof: Lee Miller und Klaus Mann – Ernennung Adenauers zum Oberbürgermeister von Köln – Alltag in den Trümmern – Helmut Schmidt in Kriegsgefangenschaft – Die „Rheinwiesenlager“ – Verhaftung Hans Franks – Die Befreiung der „Sonderhäftlinge“ von Dachau

 

5. Mai 1945

Die Bildung der „Geschäftsführenden Reichsregierung“ – Aufstand in Prag – Beginn der „wilden Vertreibungen“ – Aufruf Eisenhowers an die „Displaced Persons“ (DPs) – Das Schicksal der Zwangsarbeiter – Repatriierung der DPs – Die jüdischen DPs – Befreiung des KZ Mauthausen: Simon Wiesenthal

 

6. Mai 1945

Die Verhandlungen von Friedeburgs und Jodls in Reims – Entlassung Heinrich Himmlers – Der Todesmarsch von Helmbrechts – Todesmärsche am Ende des „Dritten Reiches“ – Die Kapitulation der Festung Breslau – Vertreibung der Deutschen aus Breslau – Die Wiedergründung der SPD in Hannover: Kurt Schumacher – Einrücken polnischer Panzertruppen in Jever

 

7. Mai 1945

Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in Reims – Marlene Dietrich in Bergen-Belsen – Die ungleichen Schwestern Dietrich – Das letzte Massaker in Amsterdam – Deutsche Besatzungsherrschaft in den Niederlanden – Das Schicksal der Familie Frank

 

8. Mai 1945

Die Wiederholung der bedingungslosen Kapitulation in Berlin-Karlshorst – Rücktritt der Regierung Dönitz? – Einstellung des letzten deutschen Widerstands – Die Geburtsstunde der Legende von der „sauberen Wehrmacht“ – Sicherung der Raubkunstbestände im Salzbergwerk Altaussee – Der Selbstmord Josef Terbovens in Oslo – Das Ende der deutschen Besatzungsherrschaft in Norwegen – Siegesfeiern: Der „Victory Day“ in Europa

 

Epilog

8. Mai 1945: Zusammenbruch oder Befreiung? – Die Agonie der Regierung Dönitz – Interrogation-Camp Bad Mondorf – Abwehr und Verdrängung der NS-Zeit – Ein Ende und ein Anfang

 

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Volker Ullrich

Der 1943 in Celle geborene Volker Ullrich war von 1990 bis 2009 Redakteur bei der „ZEIT“ und …


Zur Biografie von Volker Ullrich



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