Die Investigativ-Journalistin Allie Burns dringt vor ins Herz der Finsternis. „1979 – Jägerin und Gejagte“ ist ein Pageturner aus den Untiefen Glasgows.

Mit „1979 – Jägerin und Gejagte“ startet Val McDermid eine neue Crime-Serie

3. Juni 2022 | Bernhard Berkmann

1979

„1979 – Jägerin und Gejagte“ ist der Startpunkt für eine neue Krimi-Serie

Val McDermid ist eine Ausnahmeerscheinung in der Krimiwelt: Verlässlich gelingen ihr nicht nur hochspannende Plots – praktisch immer hält sie quasi nebenbei unserer mitunter verkommenen Gesellschaft den Spiegel vor. Mit „1979 – Jägerin und Gejagte“ nun startet die Queen of Crime eine neue packende Serie mit interessantem Konzept.

Hinter Val McDermids Crime-Projekt verbirgt sich ein interessantes Konzept

„Ich hatte seit einiger Zeit die vage Idee, ein Quintett von Romanen zu schreiben, die in einem Zeitraum von 41 Jahren spielen“, erklärt Val McDermid ihren gedanklichen Ausgangspunkt für die Serie: „Im Abstand von 10 Jahren, mit den gleichen Protagonisten, die aber nicht unbedingt immer den gleichen Job machen. Und ich dachte, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Der nächste Roman wird 1989 sein, und so weiter … bis wir im Jahr 2019 angekommen sind.“

Unbeerdigte Leichen, Straßen voller Müll und ausufernde Streiks

Im Mittelpunkt der Story steht die Journalistin Allie Burns. Ihr Spezialgebiet: komplizierte, investigative Recherchen. Auch im Jahr 1979, in das uns Val McDermid mit Alli Burns‘ erstem Fall versetzt, gerät die Protagonistin in eine bewegte Zeit: „Unbeerdigte Leichen in den Leichenhallen, die Straßen voller Müll, 3-Tage-Woche, Streiks, das schottische Referendum zur Dezentralisierung und Margret Thatchers Machtübernahme im Jahr 1979. Es war ein turbulentes Jahr, und ich dachte, das wäre ein interessanter Hintergrund. Wie meine Hauptfigur Allie Burns habe auch ich damals als Journalistin in Glasgow gearbeitet.“

Allie hat keine Lust auf Klischee-Geschichten – sie mag harte Storys

Allie Burns soll – so erwarten es ihre Arbeitgeber von der Lokalzeitung über dramatische Familiengeschichten und wunderbare Babys schreiben. Doch solcherlei klischeebehaftete Frauenthemen öden Val McDermids sympathische Heldin an. Deshalb ist sie gar nicht so unglücklich, als sich der Winter 1979 mit Schneestürmen, Stromausfällen und Streiks heftig zu Wort meldet und Schottland gehörig durchrüttelt. Die junge Allie Burns begreift die schlechten Nachrichten als Chance, dem Männerklüngel in der Redaktion zu zeigen, was sie journalistisch draufhat.

Allie Burns kommt in „1979 – Jägerin und Gejagte“ Terroristen auf die Spur

Tatsächlich kommt Allie Burns – gemeinsam mit ihrem Kollegen Danny Sullivan –einer potenziellen terroristischen Bedrohung auf die Spur – und sie schmieden einen Plan, der sie in Todesgefahr bringt. Wie immer bei Val McDermid ist auch „1979 – Jägerin und Gejagte“ sorgfältig recherchiert bis hin zum Bierpreis oder dem Design von Möbeln. Und weil Allie Burns eine Persönlichkeit ist, die man von Anfang an mag, liest sich der Kriminalroman in einem Zug.

 

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