Mein Lotta-Leben – Alles voller Kaninchen. Buchtipp | BUCHSZENE

Anlässlich des Erscheinens des 13. Lotta-Bands schauen wir uns noch einmal den allerersten an. Tina Rausch stellt Alice Pantermüllers und Daniela Kohls „Mein Lotta-Leben – Alles voller Kaninchen“ vor.

„Mein Lotta-Leben – Alles voller Kaninchen“ der erste Lotta-Band von Alice Pantermüller & Daniela Kohl

17. Januar 2018 | Tina Rausch

Mein Lotta-Leben

Mein Lotta-Leben © Daniela Kohl, Arena Verlag

Statt auf ein Haustier muss Lotta auf ihre „Blödbrüder“ aufpassen

Lotta liebt Tiere. Und zwar alle. Bis auf Nacktmulle, Spinnen, Ratten, Kalle, die Qualle, und Heesters, eine Schildkröte, die tut, als wäre sie schon tot. Heesters ist mindestens tausend Jahre alt und liegt in der Gegend rum, so dass man ständig über ihn stolpert. Das Schlimmste aber ist: Weil Lotta sich nicht um ihn kümmert, bekommt sie kein eigenes Haustier, sagt ihre Mama. Dabei hätte sie so gerne einen Hund oder zumindest ein ganz kleines Schaf. Statt auf ein Haustier muss Lotta auf ihre „Blödbrüder“ Jakob und Simon aufpassen. Oder auf ihrer indischen Flöte üben, wo sie blockflötisch doch total unbegabt ist. Außerdem hat es die Flöte in sich: Seit Lotta sie von Mama zum Schulanfang geschenkt bekommen hat, passieren ihr noch mehr Missgeschicke als zuvor. An der Schultafel erscheinen peinliche Sätze über die strenge Lehrerin Frau Kackert, und nachts springt die Flöte in Lottas Bett. Ob sie magische Kräfte besitzt? Dann könnte sie Lotta vielleicht zum eigenen Tier verhelfen …

Daniela Kohls Illustrationen sind originell und eng mit dem Text verwoben

Der erste Band von Alice Pantermüllers Erfolgsserie „Mein Lotta-Leben – Alles voller Kaninchen“ erzählt einen Monat aus Lottas chaotischem Kinderalltagsleben in Tagebuchform. Wie bei Jeff Kinneys Bestseller „Gregs Tagebuch“ ist auch dieses von Zeichnungen durchwoben; Daniela Kohls originelle, teils winzige Illustrationen sind jedoch detailgenauer. Zudem gehen Text und Bild eine engere Bindung ein: Teile der Geschichte wandern in Sprechblasen und Kästen, werden in Bilder integriert oder durch verschiedene Schriftarten und -stile so hervorgehoben, dass man Frau Kackert zu meckern und Lotta laut zu jubeln hören glaubt. Vielleicht erschließt sich nicht jede der frechen Wortspielereien einem neunjährigen Kind – dafür erheitern sie Größere und sind fürs gesamte Textverständnis nicht zwingend nötig. Lottas Tagebuch ist als Reihe angelegt. Wie lange Heesters das wohl überlebt? Wen die Antwort interessiert, auf den warten viele weitere Lotta-Bücher. Jüngst erschien der 13. Band der Serie: „Mein Lotta-Leben – Wenn die Frösche zweimal quaken“.