Vom Wind verweht: Margaret Mitchell – Buchtipp | BUCHSZENE

Die junge Scarlett kämpft im amerikanischen Bürgerkrieg um ihre Plantage und verliebt sich in den skrupellosen Rhett. Neu übersetzt ist Margaret Mitchells „Vom Wind verweht“ noch viel schöner.

Margaret Mitchells „Vom Wind verweht“ neu übersetzt – eine zeitlos schöne Lovestory, ein Epos über Amerika

20. Dezember 2019 | Annika von Schnabel

Gewinnspiel:
Die Gewinner der 20 Exemplare von Margaret Mitchells „Vom Wind verweht“ stehen fest. Wer gewonnen hat, finden Sie hier heraus!


Ein unvergessliches Liebespaar – Scarlett O’Hara und Rhett Butler

Es ist eine der berührendsten Geschichten aller Zeiten: Margaret Mitchells Roman „Vom Wind verweht“, der von der tragischen Liebe zwischen Scarlett O’Hara, der Tochter eines reichen Plantagenbesitzers, und dem skrupellosen Kriegsgewinnler Rhett Buttler erzählt. Scarlett ringt um den Erhalt des väterlichen Betriebs in einer Zeit des Umbruchs, und beide kämpfen mit ihrem großen Stolz und Eigensinn, der ihrer Liebe so sehr im Wege steht. Gleichzeitig ist das Epos aber auch ein spannendes Zeitdokument über den amerikanischen Bürgerkrieg. Und obendrein zählt die Verfilmung mit Vivien Leigh und Clark Gable zu den ganz großen Momenten der Filmgeschichte.

Neu übersetzt glänzt „Vom Wind verweht“ noch heller

Nun erscheint dieser so abenteuerliche wie weise Roman, der erstmals im Jahr 1936 erschien, in einer neuen Übersetzung. Die Erstübersetzung ins Deutsche stammt von 1937 und war lediglich eine gekürzte Fassung. Der Plan der Übersetzer Andreas Nohl und Liat Himmelheber, die wunderschöne Liebesgeschichte nun in vollem Umfang und in ein modernes Deutsch zu übertragen, ist geglückt. Und so tauchen wir bereits mit den ersten Seiten tief und selbstvergessen ein in die amerikanischen Südstaaten zur Epoche des Bürgerkriegs.

Diese neue Version unterstreicht die zeitlose Qualität des Liebesromans

Schnörkellos und journalistisch wie Margaret Mitchells Original entführt uns dieses noch immer aktuelle „Vom Wind verweht“ hinein in das Leben der jungen Scarlett O’Hara, die beschließt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Bei der Lektüre fällt angenehm auf, dass Andreas Nohl und Liat Himmelheber den mitunter romantisierenden Stil der Autorin zu vermeiden bzw. unserem heutigen Sprachempfinden anzupassen. Behutsam haben sie das Jahrhundertwerk von rassistischen Stereotypen und Kitsch befreit und doch die Ursprungsgeschichte erhalten, in der sich ja durchaus viele moderne Denkansätze und Ambivalenz verbergen.

Konflikte, die das heutige Amerika prägen, treten bereits hier zutage

Die große Leistung dieser neuen Übersetzung von „Vom Wind verweht“ ist es, dass wir den Roman noch deutlicher wahrnehmen als ein Epos, das politische Konflikte und Brüche beschreibt, die die Vereinigten Staaten von Amerika bis heute beschäftigen. Zugleich kann man, befreit von altmodisch wirkenden Romantizismen, sich ganz dem Genuss dieser wirklich zeitlos schönen Lovestory hingeben.


Wir gratulieren diesen 20 Gewinnern von „Vom Wind verweht“!

Erich Kirschner aus Wien
Rainer Böhmchen aus Finsterwalde
Barbara Mistol-Pschorn aus Berlin
Umut Genc aus Heilbronn
Bianca Bick aus Bad Schwartau
Sandra Alamsha aus Elmshorn
Melanija Jagolski aus Edewecht
Sarah Kledzik aus Lage
Vanessa Memmert aus Hornburg
Saskia Heergeist aus Düsseldorf
Veronika Graf aus Stadtlohn
Waltraud Rockel aus Bergneustadt
Elfriede Würtenberger aus Riedstadt
Heike Heigel aus Ludwigshafen
Barbara Zur aus Schwaikheim
Silvia Schätzle aus Ettenheim
Jennifer Janke aus Diedorf
Peter Hankl aus Heidenheim
Nicola Stahl aus Regensburg
Nadja Beinhauer aus Bayreuth