H.K. Anger: Tod beim Camping-Dinner | BUCHSZENE.DE

Privatermittler Richtersen fängt beim Angeln eine Hand. So verwandelt sich sein Campingurlaub in Heike Kügler-Angers „Tod beim Camping-Dinner“ zum mörderischen Roadtrip.

Heike Kügler-Angers „Tod beim Camping-Dinner“ ist ein Roadtrip über süddeutsche Zeltplätze

13. April 2022 | Tim Pfanner

Tod beim Camping-Dinner

Ein Campingplatz mit Seeblick und eine Hand an der Angel

Eine Angel, ein Campingplatz mit Seeblick und ein Kastenwagen zum Übernachten – das Leben kann doch so schön sein! Wäre da nicht die Hand, die Privatermittler Henrik Richtersen aus dem idyllischen Gewässer fischt. Gut, dass Henrik den Kastenwagen auch als mobiles Büro ausgestattet hat, denn die abgetrennte Hand, die zu einem toten Event-Gastronomen zu gehören scheint, bleibt nicht das einzige Vorkommnis, das den Wellness-Wert seines Süddeutschland-Urlaubs in Frage stellt.

Die Ermittlerin ist unterwegs im Oldtimer-Wohnmobil

Wenig später wird der Teilnehmer eines Camping-Dinners erstochen aufgefunden. Hat es hier womöglich ein skrupelloser Täter explizit auf Feinschmecker abgesehen? Henrik muss sich dieser merkwürdigen Todesfälle annehmen. Dabei unterstützt den passionierten Camper seine Freundin Kathrin Schäfer. Gemeinsam durchpflügen die beiden die schönsten Weinlandschaften im Süden der Republik. Dazu muss Kathrin aus ihrem geliebten Oldtimer-Wohnmobil namens Töfftöff noch einmal alles herausholen, was geht – schließlich gilt es, ein dreißig Jahre altes Geheimnis zu lüften.

„Tod beim Camping-Dinner“ ist ein rasanter Roadtrip

Das ungleiche Ermittlerpaar kennt sich bereits aus Heike Kügler-Angers erstem Kriminalroman „Camping mit Todesfolge“, in dem Henrik den Fall rund um Kathrins verschwundenen Ehemann lösen konnte. Für die beiden geht es also auf einen rasanten Roadtrip über mehrere Camping- und Wohnmobilstellplätze, immer Stoßstange an Stoßstange mit einem Mörder. Im Schlepptau haben sie den Beagle Leo und Kathrins Stiefsohn, der seine unerwartet aufregenden Ferien bei ihr verbringt.

Die Autorin Heike Kügler-Anger hat das Camping-Gen

Was die Story so authentisch macht? Heike Kügler-Anger kennt sich auf Zeltplätzen bestens aus: Das Camping-Gen wurde ihr bereits von ihren Eltern in die Wiege gelegt, und so beschreibt sie den Campingalltag mit all seinen kleinen Skurrilitäten wunderbar wirklichkeitsnah. Außerdem fährt sie zur Recherche ihrer Krimis die Schauplätze höchstpersönlich mit dem Wohnmobil ab. So gelingt es ihr, das Ambiente der ganz unterschiedlichen Campingplätze perfekt einzufangen.

Ein erfrischender Krimi aus der Wein- und Feinschmecker-Szene

In erfrischendem Stil und ausgestattet mit dem richtigen Gefühl für Spannung, entführt uns Heike Kügler-Anger in “Tod beim Camping-Dinner” in die Wein- und Feinschmecker-Szene und lässt ihre beiden Protagonisten Schritt für Schritt ein altes Geheimnis lüften. Am Ende muss jeder Leserin und jedem Leser eines klar sein: Ein Leben ohne Camping ist möglich, aber sinnlos.


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