„Krass“ von Martin Mosebach | BUCHSZENE.DE

Ralph Krass – so heißt ein verschwenderisch großzügiger Geschäftsmann, der Menschen mit kannibalischem Appetit verbraucht. Ist er unendlich reich oder nur ein Hochstapler, kalt berechnend, oder träumt er hemmungslos?

„Krass“ von Martin Mosebach

6. Februar 2021 | Redaktion

Titelbild Bestseller Belletristik

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Ralph Krass will sich seine Gesellschaft kaufen, immer nur selbst der Schenkende sein. Als in Neapel Lidewine in seinen Kreis tritt – eben noch die Assistentin eines Zauberers, eine junge Abenteurerin –, bietet er ihr einen ungewöhnlichen Pakt an. Beobachtet wird das Ganze von seinem Sekretär, dem Pechvogel Dr. Jüngel, mit einem Blick voll Neid und Eifersucht. Aber erst nachdem die Gesellschaft von Herrn Krass durch einen Eklat auseinandergeflogen ist, gelingt es ihm, an seinem Zufluchtsort in der französischen Provinz, die Mosaiksteine des Geschehenen zu einem Bild zu ordnen – während Menschen wie der stumme Kuhhirte Toussaint, der Schuster Desfosses und Madame Lemoine mit ihren Wellensittichen ihm eine Ahnung davon vermitteln, wie alles mit allem rätselhaft zusammenhängt.

„Krass“, dieser atmosphärische, bildstarke Roman über das, was das Verstreichen von Zeit mit Menschen tut, ist zugleich Liebesroman und Mephisto-Geschichte – manchmal aufgehellt durch leisen Humor, aber vor allem dunkel und in dieser Dunkelheit ergreifend schön. Eine große Erzählung, die den Bogen von Neapel über Frankreich bis nach Kairo schlägt, und eines der fesselndsten, ja überraschendsten Bücher, die Martin Mosebach bisher geschrieben hat.

„Mosebachs Romankunst arbeitet durchgängig mit doppeltem Boden, mit Mehrfachcodierungen und Überblendungen. (…) „Krass“ ist ein großer Roman über das Über- und das Unterirdische des Menschen.“ Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag, 31. Januar 2021

„Ein Roman, der in seiner Opulenz, Detailfreude und Schönheitsverfallenheit überwältigt und (…) niemals langweilig wird (…) In seinen Nischen und Winkeln enthält er viele kleine Geschichten, die sich in ihrer Bildhaftigkeit tief einprägen.“ Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung, 27. Januar 2021

„Dass man im ersten (Kapitel) nicht die geringste Vorstellung davon haben kann, wie das zweite aussieht, und im zweiten erst recht keine davon, wie es im dritten enden wird, spricht sehr für diese spannende und auch verblüffende Konstruktion.“ Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 26. Januar 2021

„Überall Sackgassen, aber fabelhaft finstere Sackgassen, wie fürs Kino gemalt. (…) Es ist, kurzum, ein wirklich krasses Buch, eine spannende, durchtriebene, vielleicht (…) satanische Geschichte.“ Jens Jessen, Die Zeit, 21. Januar 2021

„Berauscht war ich von der sagenhaften Sprachgewalt, (…) von den unvergesslichen Charakteren. (…) Ein sehr starkes Buch über menschliche Schwächen, (…) eine der schönsten Liebesgeschichten, die seit langem auf Deutsch veröffentlicht wurden.“ Denis Scheck, SWR Fernsehen „Lesenswert“, 21. Januar 2021

 

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Martin Mosebach

Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, war zunächst Jurist, dann wandte er sich dem Schreiben zu. Seit 1983 …


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