Ulrike Schweikert Die Charité – Hoffnung und ... | BUCHSZENE

Ulrike Schweikerts „Die Charité – Hoffnung und Schicksal” in der Buchvorstellung

Titelbild Die Charité

Foto © Marzolino shutterstock-ID: 86437381

27. Juli 2018 | Tina Rausch


In „Die Charité“ erzählt die Bestsellerautorin Ulrike Schweikert in einer verblüffend bildhaften Sprache von Leben und Tod, von Bangen und Hoffen im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschlands.


Die todbringende Krankheit hat Berlin fest im Griff

Als im Jahr 1831 die 19-jährige Elisabeth Bergmann zu ihrem ersten Arbeitstag als Pflegerin in der Charité antritt, wird sie mit einer schrecklichen Neuigkeit konfrontiert: Nachdem wochenlang die Angst umging, dass die Cholera Deutschland erreichen könne, ist seit der vergangenen Nacht die Gewissheit da: Die todbringende Krankheit hat Berlin fest im Griff. Mit dem ersten Opfer, einem Schiffer, der auf einem Spreekahn unter schrecklichen Schmerzen starb, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In den Hallen der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit.

Eine Gräfin verliebt sich in einen Arzt und eine Hebamme kämpft für ihren Sohn

Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden ringen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Und Elisabeth entdeckt nicht nur ihre Leidenschaft für die Medizin, sondern fatalerweise auch zu einem jungen Arzt … Manchmal liegen Sterben und Lieben ganz nah beieinander – in einer faszinierend bildhaften, opulenten Sprache entführt Ulrike Schweikert in das älteste Krankenhaus Berlins: die Charité.

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