Das Wunderreich von Nirgendwo - Rezension | BUCHSZENE

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Ross MacKenzies „Das Wunderreich von Nirgendwo“ ist an seinen besten Stellen so magisch wie Harry Potter

Das Wunderreich von Nirgendwo Titelbild

Shutterstock © SAQUIZETA Bild-ID: 406219696

26. September 2017 | Annika von Schnabel | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten


Es beginnt ein wenig wie „Die unendliche Geschichte“. Doch dann wird es zu einer Art neuem Harry Potter. Annika von Schnabel stellt Ross MacKenzies „Das Wunderreich von Nirgendwo“ vor.

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Silberne Elstern verwandeln sich in Rubine

Daniel Holmes, der Held in Ross MacKenzies „Das Wunderreich von Nirgendwo“, hält sich für einen ganz normalen Glasgower Waisenjungen. Doch eines Tages passieren ihm Dinge, die ihn an dieser Tatsache zweifeln lassen: Als er nämlich vor Spud Harper und seiner fiesen Bande in einen Laden namens „Das Wunderreich von Nirgendwo“ flieht, verwandeln sich plötzlich die durch das Geschäft flatternden, silbern glänzenden Elstern in einen Schauer von Rubinen. Sogar der Besitzer des Ladens, in dem es alte Sachen und schöne Bücher zu geben scheint, staunt, dass Daniel in der Lage ist, die Elstern und ihre Verwandlung zu sehen. Ist er etwa doch kein stinknormaler Waisenjunge?

Schon wieder geschieht etwas Unglaubliches

Wenig später befindet sich Daniel erneut auf der Flucht vor Spud. Er rennt auf die Straße, ein Auto kommt und – Daniel müsste eigentlich überfahren werden! Doch wieder geschieht etwas Unerklärliches: „Aus dem Augenwinkel sah Daniel einen silbernen Blitz. Jemand drückte auf den Knopf und die Welt drehte sich wieder. Alles erwachte kreischend zum Leben und ehe das Auto ihn überfuhr, wurde er von etwas anderem umgeworfen. Nach der harten Landung richtete er seinen leicht verschwommenen Blick zum wolkenlosen Himmel.“

Ein Mann im Anzug steht über ihm. Aber Daniel verliert das Bewusstsein. Als er aufwacht, ist er ganz woanders, doch der Mann ist noch da. Der Junge folgt ihm über zig Treppen bis zu einer Tür mit dunkelrotem Samtvorhang, er geht hindurch – und befindet sich im Wunderreich. Was hat es damit auf sich?

Ein Mann erklärt Daniel „Das Wunderreich von Nirgendwo“

Der mysteriöse Mann stellt sich vor als Lucien Silver. „Ich bin … ein Wanderer“, erklärt er, „und das Wunderreich von Nirgendwo ist mein Transportmittel. Es tanzt durch die Zeit und bringt mich von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf – und das auf der ganzen Welt.“ Daniel solle sich das Wunderreich von Nirgendwo als einen Baum vorstellen. Die Halle mit den Treppen wäre der Stamm, von dem viele Gänge abgehen, Hunderte, und in denen befänden sich die Wunder.

Überall, wohin Lucien Silver auch geht, zieht er durch die Wunder Besucher magisch an. Gegen eine kleine Gebühr erlaubt er ihnen, durch den Vorhang zu treten und zu erleben, wie man durch den endlosen Sternenhimmel fliegt oder wie der Sonnenuntergang schmeckt. Auf diese Weise gelangen die Menschen an die Grenze ihrer Vorstellungskraft.

Warum hast du mich gerettet?

„Ich gestatte ihnen“, erklärt der Mann, „meinen Wundern einen Besuch abzustatten.“ Selbstverständlich dürften sich seine Kunden nicht daran erinnern, was sie im Wunderreich von Nirgendwo gesehen haben. Jedenfalls jetzt nicht mehr. Vor vielen Jahren, als er das Geschäft eröffnet hatte, konnten sie sich an alles erinnern. Doch bald sei er dem Ansturm nicht mehr gewachsen gewesen. „Jetzt gehen sie mit einem vagen Glücksgefühl nach Hause, oft sogar in dem Gedanken, ihr Leben hätte sich für immer verändert. Doch an den Laden können sie sich nicht erinnern. Es ist, als hätte es ihn nie gegeben.“

Daniel will von Lucien Silver wissen, warum er ihn gerettet hat. „Weil du dich an deinen ersten Besuch im Wunderreich von Nirgendwo erinnert hast. Du musst etwas Besonderes sein.“ Dann macht er Daniel ein unglaubliches Angebot – und Daniel befindet sich schon bald in einem großen Abenteuer voller Zauberei und fantastischer Ereignisse. Er lernt andere Menschen mit unerhörten Fähigkeiten kennen und entdeckt auch bei sich selbst ungeahnte Kräfte.

Doch mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: Ross MacKenzies „Das Wunderreich von Nirgendwo“ öffnet seinen Lesern die Tür zu rauschhaften Lesestunden à la Harry Potter. Wen überrascht es da, dass die englische Fassung mit mehreren namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. „Das Wunderreich von Nirgendwo“ ist selbst ein zauberhaftes, spannendes, literarisches Wunder.

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Ross Mackenzie
Ross MacKenzie

Geboren 1981 in Glasgow, schrieb und illustrierte Ross MacKenzie mit sieben Jahren seine erste Geschichte. Sie handelte von einem hungrigen Krokodil.
Zur Biografie von Ross MacKenzie

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Ross Mackenzie
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Geboren 1981 in Glasgow, schrieb und illustrierte Ross MacKenzie mit sieben Jahren seine erste Geschichte. Sie handelte von einem hungrigen Krokodil.
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