Der Film „Platzspitzbaby“ entstand nach dem gleichnamigen, autobiografischen Besteller von Michelle Halbheer und Franziska K. Müller

Platzspitzbaby – ab 24. März im Heimkino

17. März 2022 | Redaktion

Titelbild Platzspitzbaby

Eine bewegende Geschichte mitten im Drogenmilieu aus der Sicht eines 11-jährigen Mädchens

Frühling 1995: Nach der Auflösung der offenen Drogenszene in Zürich ziehen die elfjährige Mia und ihre Mutter Sandrine in ein verschlafenes Städtchen im Zürcher Oberland. Die anfängliche Idylle endet schnell als alte Freunde auftauchen und Sandrine rückfällig wird. Mia flüchtet sich in eine Traumwelt und schmiedet fantastische Pläne für ein Inselleben mit ihrer Mutter, fernab der Drogen. In einer neuen Freundesclique findet Mia bald eine Art Ersatzfamilie und immer mehr auch die Kraft, sich gegen ihre alles beherrschende Mutter aufzulehnen.

 

Platzspitzbaby 1

© C -Films Aliocha Merker

 

Mit „Platzspitzbaby“ erzählt Regisseur Pierre Monnard eine geradezu unglaubliche Geschichte – angesiedelt mitten im Züricher Drogenmilieu. Im Fokus der Geschichte steht das berührende Schicksal eines 11-jährigen Mädchens, gespielt von Luna Mwezi, eine Neuentdeckung, deren enorme Leinwandpräsenz für euphorische Kritiken sorgte.

Das Drehbuch ist angelehnt an den gleichnamigen, autobiographischen Bestseller von Michelle Halbheer und Franziska K. Müller, der Presse sowie Leserinnen und Leser gleichermaßen begeisterte. Entstanden ist ein bewegendes Drama mit eindrücklichen Bildern, das mit mehr als 300.000 Kinozuschauern zu einem der erfolgreichsten Filme in der Schweiz avancierte.

„Eine Bombe von Film“

SRF 3

„erzählt mit schmerzender Präzision von einer Kindheit ohne Schutz“

TAZ

„ungeschönt und rau“

Filmdienst

 

Platzspitzbaby 2

© C -Films Aliocha Merker

 

Zum Hintergrund der Geschichte

Ende der 1980er-Jahre wurde ein kleiner Park beim Zürcher Hauptbahnhof, direkt hinter dem Schweizer Landesmuseum, zum berühmt-berüchtigten Treffpunkt von Dealern und Drogensüchtigen: der Platzspitz. Täglich hielten sich bis zu 3000 Menschen beim Platzspitz auf, kauften und konsumierten Drogen und hausten auch dort. Und zwar unter schlimmsten Bedingungen.

Das Elend der offenen Drogenszene, inmitten einer der reichsten Städte der Welt, rief auch im Ausland Fassungslosigkeit und Abscheu hervor. Aufgrund des immer grösser werdenden Drucks durch Öffentlichkeit und Politik wurde der Platzspitz schließlich anfangs 1992 geräumt. Die offene Drogenszene und damit auch das Elend verlagerten sich darauf zum nahegelegenen ehemaligen Bahnhof Letten und in die umliegenden Wohnquartiere.

Erst die Schließung des Lettens am 14. Februar 1995, verbunden mit einer neuen, national koordinierten Drogenpolitik, führte zu einer spürbaren Entspannung der Drogensituation in Zürich und zu einer Besserung der Lebensumstände der Süchtigen.

 

Platzspitzbaby 3

© C -Films Aliocha Merker

 

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