Carsten Stahl: Teenie-Verbrecher. 2007-Unglück. Anit-Mobbing | BUCHSZENE

Carsten Stahl

Carsten Stahl

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Viele Jahre lang war Carsten Stahl Chef einer kriminellen Berliner Gang. Sein Leben drehte sich um Geld, Frauen und teure Autos. Doch 2007 erwartet seine Freundin ein Kind und plötzlich ändert sich für ihn alles:

„Und immer wieder: Die Schuld am ganzen Elend liegt letztlich bei ihm. Die Bilanz ist bestürzend: Kind tot, Frau weg, das Wichtigste, für das es sich zu leben lohnt, für immer verloren.“
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Carsten Stahl will raus aus seiner Existenz als Pate der Neuköllner Unterwelt. Und tatsächlich steigt er aus. Aber die ersten Jahre sind schwer. Carsten Stahl schlägt sich als Privatdetektiv, Personenschützer und Türsteher durch. Dann hat er Glück: Über eine kleine Rolle bei RTL2 gelangt er zu einem Casting und bekommt tatsächlich die Hauptrolle in der Serie „Privatdetektive im Einsatz“. Eine Pseudo-Doku-Soap für Kinder und Jugendliche, in der er den Chef einer Detektei spielt. In der ersten Folge stellt er vor: „Mein Name ist Carsten Stahl. Ich helfe den Menschen, die sich nicht selber helfen können. Und bei Gewalt gegen Frauen und Kinder kenne ich keinen Spaß.“

Carsten Stahl verkörpert den Privatdetektiv in 289 Folgen. Er wird zum Star der jungen Generation, vor allem jener, die sich ausgestoßen fühlen. Aber irgendwann ermüden Carsten Stahl die holzschnittartigen Geschichten. Als sich die Produktion weigert, das Konzept zu modifizieren, steigt er aus. Nun beginnt eine zweijährige Ochsentour, in der Carsten Stahl Berliner Schuldirektoren anbietet, mit Schülern über Gewalt im Alltag, Drogen, Diskriminierung und kriminelles Verhalten zu sprechen. Die meisten reagieren nicht auf seine Anfrage. Aber Carsten Stahl lässt nicht locker und kann irgendwann einige couragierte Direktoren überzeugen, ihn in sogenannten Problemklassen versuchsweise einzusetzen. Und es funktioniert: Ohne sich anzubiedern, baut er binnen Minuten eine Beziehung zu den Schülern auf und analysiert mit ihnen die zuvor mit den Klassenlehrern abgestimmten Konfliktfälle.

Carsten Stahl spricht die in die Konflikte involvierten Schüler an, macht ihnen ihren Anteil am Problem deutlich und bietet Lösungsvorschläge. Das Erstaunliche für die anwesenden Klassenlehrer: Die Schüler sind bereit, sich mit dem Privatdetektiv, der ihnen durch das Fernsehen vertraut ist, auf Auseinandersetzungen einzulassen, die sie sonst verweigern. Aus diesem Konzept entsteht das „Camp Stahl“, Carsten Stahls Initiative gegen Mobbing, mit der er nun versucht, Schülerinnen und Schülern zu helfen. Seit 2018 ist er auch in seiner Anti-Mobbing-Serie „Stahl:hart gegen Mobbing“ zu sehen.

„Ich habe als Kind extreme Gewalt erlebt. Für mich gab’s damals zwei Möglichkeiten: erdulden und dabei kaputtgehen, oder zurückschlagen und überleben.“
– Carsten Stahl im Interview mit BUCHSZENE.DE: Wie er als Jugendlicher auf die schiefe Bahn geraten ist und zum Unterstützer der Schwächsten in unserer Gesellschaft wurde.


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Foto: Shutterstock: © O Driscoll Imaging – Bildnummer: 79721536

Weitere Infos: www.camp-stahl.de

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15 handsignierte Exemplare „Du Täter, du Opfer“ von Carsten Stahl
Buchverlosung Du Opfer, du Täter

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15 Teilnehmer konnten je ein handsigniertes Exemplar von Carsten Stahls Anti-Mobbing-Buch „Du Täter, Du Opfer“ gewinnen.