
Herr Heine, Sie sind der Rätsel-Guru, denn eine Vielzahl der Logicals, die man in Deutschland knacken kann, kommen aus Ihrer Denksport-Werkstatt. Verraten Sie uns, worauf es beim Lösen ankommt? Das Besondere an den Logicals ist ja, dass sie Geschichten mit Rätseln verbinden, ohne dass Wissen gefragt oder zur Lösung erforderlich wäre.
Grundsätzlich gilt, dass man Erkenntnisse, die man beim Lesen des Rätseltextes macht, in das Rätselgitter einträgt. Hierbei gibt es zwei Typen. Zum einen die Wahren oder Positiven, die man mit Kreuz oder Plus im Gitter vermerkt „Der Hund wohnt im blauen Haus“ bekommt ein Kreuz an der Kreuzung dieser beiden Spalten/Zeilen. “Die Katze wohnt nicht im gelben Haus“ erzwingt einen Strich, ein Minus an der dafür entsprechenden Position. So kommt man Stück für Stück zur richtigen Lösung. Es passiert auch häufig, dass man durch einen einzigen Hinweis gleich an mehreren Stellen im Raster ein Plus oder Minus machen kann. Immer alles ausfüllen – das ist mein Tipp.
Das hört sich logisch an. Aber trotzdem ist das Rätselknacken knifflig. Was machen die meisten Leute, die ein Logical lösen wollen, falsch?
Viele erwarten, das Raster/Gitter in einem Rutsch ausfüllen zu können. Das ist meist aber nicht so, denn man muss die Hinweise mehrfach aufmerksam durchlesen. Und direkt in die passenden Felder ein Plus oder ein Minus eintragen, damit man besser den Überblick behält.
Es gibt verschiedene Techniken, ein Logical zu knacken. Was ist das Ausschlussprinzip – und: Finden Sie es gut?
Sie meinen vermutlich, dass durch die Hinweise im Raster nur noch eine Möglichkeit für ein Plus bleibt? Das muss hier und da so sein, denn sonst kommt man ja nicht weiter. Und insbesondere bei leichteren Rätseln erzielt man damit gute Erfolge.
Was ist mit der Rastertechnik: Wie funktioniert Sie und für wie erfolgsversprechend halten Sie sie?
Rastertechnik würde ich es nennen, wenn sich im Raster durch Kombinieren an einer anderen Stelle Plus und Minus ergeben, als in den Hinweisen beschrieben ist. Das ist ohne ein Bild etwas schwierig zu erklären. Man muss dafür schon etwas weiter denken. Aber nur so lassen sich auch schwierigere Rätsel lösen.
Gibt es noch andere Techniken oder Tricks, die Sie uns verraten können?
Nicht aufgeben! Ein Rätsel auch mal ein paar Tage liegen lassen und dann mit frischem Blick drauf schauen. Und es schadet auch nicht, sich kleine Extra-Notizen in den eigenen Worten zu machen.
Was unterscheidet ein schwieriges von einem einfachen Logical hinsichtlich der Lösungsstrategie?
Bei leichten Logicals stehen die Hinweise recht eindeutig im Text. Bei schweren Rätseln sind die Infos eher versteckt, man muss mehr „um die Ecke denken“ um zur Lösung zu gelangen.
Könnten Sie uns anhand eines Beispiels aus Ihrem neuen Buch „Logicals 2“ zeigen, wie Sie das Rätsel strategisch knacken würden?
Puh, da bräuchte ich Schaubilder für (lacht). Ich kann nur empfehlen, sich das Beispiel vorne im Buch anzusehen. Da wird ein erster Einstieg ins Lösen erklärt.
Was raten Sie Rätselknackern, die ungeduldig werden, wenn sie ein Logical nicht in den Griff bekommen?
Ruhe bewahren und den Text nochmal ganz genau durchlesen. Manchmal überliest man kleine Details, die für das Lösen wichtig sind.











