Eine Flucht vor der Verwandtschaft am Weihnachtsmorgen
Es ist eine Kindheitserinnerung: Morgens früh an einem Weihnachtsfeiertag, Anfang der Achtzigerjahre, der Ich-Erzähler ist mit seiner Familie bei seinem Onkel mütterlicherseits zu Besuch, um gemeinsam zu feiern. Seine Mutter weckt ihn und die anderen. „Kommt, Kinder, wir fahren“, flüstert sie. „Wir raffen schlaftrunken unsere Sachen zusammen, schleichen uns durchs schlafende Haus und begeben uns zum Auto. Wir fahren los, ohne Tschüss zu sagen. Niemand erklärt uns, warum, aber wir hören das Flüstern vorne im Auto. ‚That’s it – mit denen wollen wir nichts mehr zu tun haben.‘“Alex Schulmans Ich-Erzähler heißt auch Alex und ist Autor
Alex Schulman, der Bestsellerautor aus Schweden, ist der literarische Spezialist für schwierige Familienverhältnisse. Auch mit seinem neuen Roman „Verbrenn all meine Briefe“ taucht er tief ein in dieses komplexe Geflecht, das Verwandtschaft begründet. Im Herzen der Geschichte steht der Schriftsteller Alex, Vater dreier Kinder, der sich eines Tages fragt, warum seine Kinder Angst vor ihm haben, obwohl er sich doch bemüht, ein liebevoller Vater zu sein. Seine Überlegungen, auch im Rahmen therapeutischer Sitzungen, führen zu einem erstaunlichen Ergebnis: Alex trägt eine tiefe Wut in sich. Eine Wut, die auch eine Kluft zwischen ihn und seine Frau zu reißen droht.Alles beginnt mit einem jungen Liebespaar im Sommer 1932
Verbrenn all meine Briefe
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