
M. L. Stedmans „Ein weites Leben“ bietet Zuflucht vor der Welt
Seit Generationen lebt die Familie der MacBrides auf der entlegenen Schaffarm Meredith Downs in Westaustralien. Bis eines Tages ein Unfall alles ändert. Während der Vater und der älteste Sohn ihr Leben verlieren, übersteht der 17-jährige Matthew das Unglück mit schweren Beeinträchtigungen. Und doch findet er zielstrebig zurück nach Meredith Downs, zurück zu Mutter und Schwester, als das Schicksal ein zweites Mal zuschlägt.
Ein großartiger Roman, eine überwältigende Leseerfahrung
Aber diesmal steht nicht nur Matts Leben auf dem Spiel, sondern seine Seele – und zwar auf eine Weise, die kaum jemand vorhersehen, geschweige denn hätte überleben können. In „Ein weites Leben“ legt M.L. Stedman wie keine Zweite den Finger auf die ganz großen zwischenmenschlichen Konflikte. Und macht aus ihnen eine überwältigende und heilsame Leseerfahrung. Diesen Roman muss man kennen.
Kea von Garniers „Restsommer“ ist ein wunderbarer Liebesroman
Der Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des Bestatters und soll den Familienbetrieb in naher Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst.
Vom Erwachsenwerden und von zwei Jungs, die einander entdecken
Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosem Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt. Kea von Garnier schreibt in „Restsommer“ vom Erwachsenwerden in der Kleinstadt und von der ersten Liebe zweier Jungs. Ein Buch, das mitreißt und über das man noch lange gerne nachdenkt.












