
Depressionen als gesamtgesellschaftliches Phänomen
Jetzt, in diesem Moment, leiden etwa acht Prozent der deutschen Bevölkerung unter einer depressiven Störung. Das sind sechs Millionen Menschen. Jedes Jahr erkrankt ein bis zwei Prozent der Deutschen neu an dieser Krankheit. Die Hälfte dieser Menschen noch vor ihrem 30. Lebensjahr.
Anhand welcher Anzeichen erkenne ich eine Depression? Eine Checkliste:
Eine Depression zu erkennen, ist aufgrund der unterschiedlichen Erscheinungsformen von Beschwerden und Verlauf gar nicht so einfach. Bereits die Leitsymptome können sich individuell unterscheiden:
• Es gibt Menschen, die sich niedergeschlagen fühlen, deren Stimmung gedrückt ist und die kaum noch etwas Angenehmes empfinden.
• Andere spüren überhaupt keine Gefühle mehr und fühlen sich innerlich vollkommen leer.
• Einige Betroffene, besonders Männer, spüren eher eine große Gereiztheit und fühlen sich innerlich unangenehm getrieben.
• Die meisten Betroffenen ziehen sich von Freunden und Familien zurück und wollen nur noch selten etwas unternehmen. Am liebsten bleiben sie zuhause in ihren vier Wänden.
• Es gibt Betroffene, die keinerlei Interesse mehr haben und kaum noch Freude an etwas haben.
• Andere wiederum können sich beispielsweise noch mit ihren Liebsten mitfreuen, wenn diese über ein schönes Erlebnis berichten.
• Leidet ein Mensch mehr als zwei Wochen durchgängig darunter, nichts mehr zu spüren oder sich niedergedrückt zu fühlen, keine Kraft mehr für Freizeitaktivitäten oder auch wichtige Erledigungen zu haben und sich über nichts mehr freuen zu können, sprechen Experten von einer depressiven Störung.
Weitere Symptome einer Depression können sein:
• Betroffene können als Folge der Depression nicht mehr durchschlafen oder haben Schwierigkeiten, einzuschlafen.
• Viele berichten, dass sie sich nur noch schwer auf etwas konzentrieren können oder ihre Aufmerksamkeit nur noch für kurze Zeit auf etwas Bestimmtes lenken können. Immer wieder fühlen sie sich durch kreisende negative Gedanken unterbrochen.
• Die meisten Erkrankten empfinden sich als minderwertig und kritisieren sich selbst mit einer immensen Härte.
• Auch fühlen sie sich häufig schuldig für etwas, was schiefgelaufen ist und für das sie möglicherweise nicht einmal eine Verantwortung tragen.
• In einer Art Dauerschleife werfen sich Betroffene die eigenen Fehler und Versäumnisse immer wieder selbst vor.
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