
# Magisch: Zwischen erster Liebe, Familienkonflikten und der Frage nach Haltung
Manche Menschen verschwinden aus dem Leben – und stehen Jahre später plötzlich wieder vor der Tür. In „Magisch“ erzählt Annika Büsing von einer zweiten Chance, die ebenso zärtlich wie kompliziert ist. Der Roman verbindet eine Liebesgeschichte mit familiären Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen und wirft dabei einen differenzierten Blick auf Herkunft, Verantwortung und Zusammenhalt.
Als die erste große Liebe zurückkehrt
Marie ist Mitte dreißig und hat sich nach dem Ende einer langjährigen Beziehung ein neues Leben aufgebaut. Gemeinsam mit ihrer Freundin Kaja betreibt sie eine Hundetagesstätte auf dem Hof ihrer Eltern. Der Alltag ist ruhig, bis Paul, den alle nur Magisch nennen, nach fünfzehn Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt.
Zwischen den beiden ist die Vertrautheit schnell wieder da. Doch ihre gemeinsame Vergangenheit ist eng mit Maries Familie verbunden – vor allem mit ihrem Bruder Andi, der Magisch einst schwer verletzte und inzwischen tief in rechtsextremen Kreisen verankert ist. Alte Konflikte brechen erneut auf und zwingen Marie dazu, sich Fragen zu stellen, denen sie lange ausgewichen ist.
Persönliche Geschichten vor gesellschaftlichem Hintergrund
Während Marie und Magisch vorsichtig wieder zueinanderfinden, erschüttert ein Todesfall das Dorf. Gerüchte und Vorurteile verbreiten sich rasch, ein nahegelegenes Flüchtlingsheim gerät ins Zentrum der Verdächtigungen. Annika Büsing zeigt, wie sich private Schicksale, politische Einstellungen und das Leben einer Dorfgemeinschaft gegenseitig beeinflussen, ohne ihre Figuren auf einfache Rollen festzulegen.
Dabei stehen nicht nur Gegensätze im Mittelpunkt. Der Roman interessiert sich ebenso für Zwischentöne, für widersprüchliche Familienbeziehungen und für die Frage, ob Veränderung selbst dort möglich ist, wo Fronten lange festgefahren schienen.
Ein Roman über Liebe, Familie und Verantwortung
Mit „Magisch“ erzählt Annika Büsing von Menschen, die Fehler gemacht haben, Verletzungen mit sich tragen und dennoch nach einem neuen Anfang suchen. Humorvolle Momente, eine direkte Sprache und viel Gespür für ungewöhnliche Figuren prägen den Ton des Romans. So entsteht eine Geschichte über zweite Chancen, Geschwisterschaft und den Mut, im eigenen Umfeld Haltung zu zeigen.












