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Hallo, liebe Leser*innen,
Fürs neue Jahr
Hab ich mir
Vorgenommen
Mir nicht mehr
Vorzunehmen
Als ich mir
Im letzten Jahr
Bereits nicht
Vorgenommen
Habe.
In diesem Sinne schauen wir mal ganz ohne Druck, was wir euch für den ersten Monat des Jahres 2022 so an neuer Science-Fiction- und Fantasy-Literatur empfehlen können.
Los geht es mit der sehr bekannten griechischen Sage rund um Theseus und den Minotaurus, die Jennifer Saint in ihrem neuen Buch „Ich, Ariadne“ auf erfrischend neue Art und Weise erzählt. Ein nicht minder bekannter Name begegnet uns in „Die Schwestern Grimm“ von Menna van Praag – ein Roman, der von den vier Töchtern eines Dämons handelt, die an ihrem 18. Geburtstag eine schwerwiegende Entscheidung treffen müssen.
Für die Science-Fiction gehen diesmal Hiro Protagonist und Y.T. an den Start, die in Neal Stephensons aberwitzigem Cyberpunk-Klassiker „Snow Crash“ ein Computervirus bekämpfen. Zurück zur Fantasy: Die Welt des Doctor Who dürfte den meisten Leser*innen hinlänglich bekannt sein. Märchen aus dieser Welt sind es eher seltener, was sich mit „Doctor Who – Time Lord Märchen“ von Andreas Mergenthaler demnächst ändern soll. Zum Schluss haben wir noch ein wenig Romantasy am Start, wofür Kim Nina Ocker mit „Die Hüter der fünf Jahreszeiten – The Lie in Your Kiss“ verantwortlich zeichnet.
Das Jahr startet für Sammler*innen übrigens recht gruselig: Noch gar nicht mitbekommen? Na dann mal ab in die Buchhandlung und die gesammelten Werke von H.P. Lovecraft in einer wirklich edlen zweibändigen Ausgabe auschecken. Cthulhu ruft!

„Ich, Ariadne“ zeigt die weibliche Perspektive der Mythologie
Die großen Mythen dieser Welt – hach, was kann man die Helden anschmachten, die Götter verehren. Doch was passiert mit den Frauen, die in ihrem Schatten den großen Taten den Weg bereiten und nie den verdienten Lohn erhalten?
Was geht in ihren Köpfen vor, wenn sie geopfert, betrogen und verraten werden? Mit ihrem Roman „Ich, Ariadne“ unternimmt Jennifer Saint genau dieses Gedankenspiel und präsentiert uns die alte Sage um Theseus und den Minotaurus aus einer neuen Perspektive. Die Perspektive derjenigen, ohne die der Minotaurus nie besiegt worden wäre: Ariadne. Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Dieser feministische Fantasy Roman ist nicht nur eine Nacherzählung alter griechischer Mythologie. Vielmehr ist es eine Perspektivverschiebung hin zu den vergessenen Personen dieser Sagen – Ariadne, Phädra und auch Dionysos sind so faszinierende Charaktere, dass ich nicht aufhören wollte zu lesen.
Jennifer Saint Ich, Ariadne ISBN 978-3-471-36025-5, 416 Seiten, € 24,00, List Paul Hier bestellen

„Die Schwestern Grimm“ sind die Töchter eines Dämons
Liyana, Bea, Scarlet und Goldie sind ohne ihren Vater aufgewachsen, denn sie sind Töchter des uralten Dämons Wilhelm Grimm. Sein Erbe verleiht ihnen die Fähigkeit, nach Everwhere zu reisen. Dort können sie einander treffen und ihre magischen Kräfte, die jeweils einem der vier Elemente entsprechen, ausprobieren und trainieren.
Diese Fähigkeit bringt jedoch auch mit sich, dass sie sich an ihrem 18. Geburtstag für das Gute oder das Böse entscheiden müssen. Und diejenigen, die sich gegen ihren Vater wenden, müssen sterben. Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
Eine Geschichte, die vom Kampf vierer unglaublich starker junger Frauen erzählt. Von echten Problemen, mit denen sich wahrscheinlich viele von uns an der einen oder anderen Stelle identifizieren können. Und gleichzeitig ein Roman, der von Anfang bis Ende eine wundervolle magische Atmosphäre versprüht.
Tolle Urban Fantasy Lektüre für alle, die immer noch davon träumen, eines Tages einen Brief aus Hogwarts zu bekommen.
Menna van Praag Die Schwestern Grimm ISBN 978-3-453-32174-8, 609 Seiten, € 17,00, Heyne Hier bestellen

„Snow Crash“ bietet 569 Seiten ganz großes Cyberpunk-Kino
Hiro Protagonist liefert Pizza aus. Für die Mafia. Immer dabei: sein japanisches Schwert-Duo, denn Hiro ist der beste Schwertkämpfer der Welt. Und ein verdammt guter Hacker, aber das mittlerweile nur noch so nebenbei, obwohl er mit seinem Avatar gerne viel Zeit im digitalen Metaverse verbringt. Hüben wie drüben macht er seinem Namen alle Ehre.




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