
NICHT VERPASSEN:
Mit etwas Glück gewinnen Sie eines von 20 SciFi- oder Fantasy-Büchern. Jetzt mitmachen!
Die Beschwörung
Höhnisch flackert der Augen Glanz
Der Zähne Grinsen blitzend grau
Schummriges Licht im Schattentanz
Auf spiegelnd glatter blanker Haut
Der Körper weich
Voll Geist so hart
Die Hand bringt Tod
Streicht doch so zart
Das volle Haar aus dem Gesicht
„Dämon, sag:
Wie nennt man dich?“
„Einst wohl hatt‘ ich viele Namen …
Bis das Feuer
Das selbst ich schuf
Sie trug hinfort
Es blieb
ein Wort
Mensch“
„It don’t matter if you’re black or white” sang Michael Jackson vor über 30 Jahren. Ein Wunsch, eine Utopie, damals wie heute.
Auch die Literaturszene wurde Jahrhunderte lang überwiegend bis ausschließlich von weißen Menschen geprägt und noch immer sind viele Fantasy-Welten eurozentrisch eingerichtet. Selten landet das Ufo im Kongo, spielt die Dystopie in Kenia.
Dabei tut sich was, schon seit Jahrzehnten: Samuel R. Delany sorgt ab den 60ern mit ungewöhnlicher SciFi für Furore, Octavia Butler gelingt in den 70ern der Durchbruch: 1984 räumt sie mit „Bloodchild“ alle großen Preise ab. In den 90ern prägt Mark Dery den Begriff Afrofuturismus, den Autor*innen wie Nnedi Okorafor in den 2000ern fortführen – und durch Africanfuturismus ersetzen, während Tomi Adeyemi mit afrikanischer Fantasy über Nacht zum Superstar wird.
Leider ging bzw. geht diese Entwicklung hierzulande etwas unter und so haben wir uns gedacht, dass wir ein Special machen, das sich ausschließlich afrikanischen und afroamerikanischen Autor*innen widmet. Drei neue Titel sind es geworden und eine kleine Backlist-Auswahl. Viel Spaß!
Was steht sonst noch an? Vor ein paar Wochen wurde der Seraph 2022 verliehen. Wir waren gespannt und freuen uns über und für die Gewinner*innen, zu finden unter diesem Link boersenblatt.net/singularity-ist-bestes-buch

Intrige um Leben und Tod
Karina braucht das Herz eines Königs. Malik braucht den Tod einer Prinzessin. Im Königreich Sonande treffen beide aufeinander und werden während der Spiele von Solsatsia in eine Intrige verwickelt, die sie für immer gezeichnet zurücklässt. Sie werden zum Spielball alter Mächte und junger Begierden. Blick ins Buch
Warum mir das Buch gefällt:
Roseanne A. Brown greift in „A Song of Wraiths and Ruin – Die Spiele von Solstasia“ auf westafrikanische Mythen und Sagen zurück und entführt uns gemeinsam mit Karina und Malik in eine High Fantasy Welt, die mich von Anfang an gefangen genommen hat. Ob das Reich der Toten, die alte Sagengestalt Hyäne oder der Zwist zwischen den beiden Magierströmungen – dieser Roman garantiert ein ganz besonderes Leseerlebnis.
Roseanne A. Brown A Song of Wraiths and Ruin – Die Spiele von Solstasia ISBN 978-3-426-52814-3, 512 Seiten, € 16,99, Droemer Knaur Bei Graff bestellen

Weiße Tentakel und ein dezenter Meeresgeruch
Jeder Traum, jeder Wunsch, jede Entscheidung, jeder Gedanke erschafft ein neues Universum. Man kann sie sich vorstellen wie viele übereinanderliegende Schichten einer Welt. Und wenn eine Stadt geboren wird, dann durchstößt sie diese Schichten, zerstört die entsprechenden Universen. Da fällt es nicht schwer, sich auszumalen, dass diese sich wehren, versuchen, den Prozess zu stoppen. Doch Städte werden von Avataren verteidigt und New York hat gleich fünf Wächter*innen. Jeweils eine*n für Manhattan, Brooklyn, Queens, die Bronx und Staten Island. Und sie tun alles, um die Stadt zu retten. Blick ins Buch
Warum mir der Roman gefällt:
„Die Wächterinnen von New York“ ist ein Urban Fantasy Roman, der eine*n den Sog diese Metropole, die viel mehr als nur eine Stadt ist, spüren lässt. Er zeigt den Querschnitt einer bunten Gesellschaft, in der Minderheiten sich ihren Platz immer noch erkämpfen müssen. Und das Ganze in einer unglaublich guten, packenden, durchdachten fantastischen Welt. Alles in allem empfand ich es als ein großes Vergnügen in dieses Buch einzutauchen.
N. K. Jemisin Die Wächterinnen von New York ISBN 978-3-608-50018-9, 544 Seiten, € 25,00, Klett-Cotta Bei Graff bestellen

Der Flug der Raben
Darwin, ein Rasta ohne Haare, nimmt einen Job auf Fidelis, einem Friedhof in Port Angeles an. Die rauen Männer dort nehmen ihn gut auf und an die harte Arbeit gewöhnt er sich schnell. Doch die Verstorbenen dort ruhen nicht in Frieden und die Begegnung mit Tod und Trauer sind neu und fordernd für ihn.
Derweil verstirbt in einem Haus auf einem Hügel am Rande der Stadt die Mutter von Yejide und vererbt ihr eine außergewöhnliche Aufgabe: Von nun an ist sie für die Seelen der Verschiedenen von Port Angeles verantwortlich. Unfreiwillig gekettet an ein Schicksal, welches sie nicht wirklich versteht, trifft sie auf Darwin – und beide schöpfen wieder Hoffnung …
Warum mir das Buch gefällt:
Mystisch, düster, geheimnisvoll. Ein Urban Fantasy Buch von eigentümlicher Kraft ist Ayanna Lloyd Banwo da gelungen, pendelnd zwischen dem harten Alltag der Protagonist*innen und der Übernatürlichkeit diesiger Sonnenuntergänge. „When We Were Birds“ ist ein Roman voller Tod, voller Leben und „New Adult“-freier Liebe. Große Leseempfehlung! Wichtig: Nicht nur der Titel, auch der Inhalt ist auf Englisch!
Ayanna Lloyd Banwo When We Were Birds ISBN 978-0-241-50280-8, 288 Seiten, € 19,00, Penguin Books Bei Graff bestellen


Für den Chat bitte einloggen