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Wie kann das Morden erneut beginnen, wo doch der Killer im Knast sitzt?
Olivier, auch genannt der Jigsaw Killer, tötete und zerstückelte mehrere Menschen. Anschließend verteilte er die Leichenteile in ganz London und führte die Ermittler lange an der Nase herum. Mittlerweile sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis und die damalige Ermittlerin Anjelica Henley versucht sich von den traumatischen Ermittlungen und einer schweren Verletzung bei Oliviers Verhaftung zu erholen. Gerade, als sie in den Außendienst zurückversetzt wird, werden erneut Leichenteile gefunden. Es gibt immer mehr Tote, die ganz nach dem Vorbild des inhaftierten Jigsaw Killers präpariert wurden. Bei allen Leichen findet sich ein Detail, das unter Verschluss gehalten wurde. Daher ist den Ermittlern schnell klar, dass der Mörder ein Trittbrettfahrer mit Verbindung zu Olivier ist.
Er ist ein perfider Täter – und Ermittlerin Anjelica hat private Probleme
Anjelica Henley und ihr Azubi Ramouter besuchen Olivier im Gefängnis und erhoffen sich Hinweise auf den neuen Täter. Doch Olivier spielt nur mit ihnen. Während er die Ermittler mit seinen Psychotricks in die Irre führt, verfolgt er allerdings einen weitreichenden Plan. In dessen Rahmen gelingt Olivier die Flucht und er setzt das Morden fort. Anjelica Henley hat es jetzt mit zwei Serienkillern zu tun. Und ihr ist eines klar: Je länger die beiden Mörder in Freiheit sind, umso mehr Menschen werden sie töten. Zu allem Überfluss kann sich Anjelica Henley nicht mit all ihren Kräften auf den Fall konzentrieren, denn auch in ihrem Privatleben läuft so einiges schief.
Leider muss ich deutliche Kritik an Nadine Mathesons „Jigsaw Man“ üben
Die Idee vom Serienkiller und dessen Trittbrettfahrer, die Nadine Mathesons „Jigsaw Man“ zugrunde liegt, ist wirklich grandios und verspricht einen mitreißenden Pageturner. Dem kommen auch der bildgewaltige Schreibstil und die Kreativität der Autorin zu Gute. Sie beschreibt die Morde blutrünstig, brutal und detailreich und beschert uns dadurch immer wieder Gänsehaut. Allerdings flechtet Nadine Matheson auch immer wieder Einblicke in Anjelica Henleys Privatleben ein. Darunter leidet die Spannung massiv, der Lesefluss bricht ein und es entsteht Lageweile. Nicht nur, dass Anjelica Henleys Eheprobleme uninteressant sind, sie wiederholen sich auch ständig. Diese monotonen Wiederholungen werden gespickt mit belanglosen Kapiteln, beispielsweise, wenn Henleys Schwiegermutter ein falsches Shampoo für Henleys Tochter kauft. Das zerstört den Spannungsbogen.
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