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Hallo liebe Leser*innen,
Der Baum noch ganz kahl
Einsam sammelt sich das Licht
Bald schon ist Frühling
Schlank ist dieses Mal unsere Kolumne, eben passend zum kurzen Februar. Trotzdem haben wir – wie immer – für euch Lesenswertes aus den Neuheiten der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur ausgesucht. Viel Spaß beim Schmökern!
Los geht es mit „Maxwells Dämon“ aus der Feder des Briten Steven Hall, ein vertracktes Buch um einen Schriftsteller, der sich von seinem verschwundenen Vater und einer Romanfigur verfolgt fühlt. Mit einem System permanenter Überwachung und der Einordnung in ein soziales Punktesystem kämpft dagegen Mrs. Fairchild, die Protagonistin in Christina Dalchers „Q“.
Ebenfalls dystopisch und zudem recht actiongeladen kommt „Lifel1k3“ von Jay Kristoff daher, der eine illustre Truppe mit viel Witz quer durch eine postapokalyptische Welt schickt. Für die High Fantasy ist dieses Mal Nicki Pau Preto zuständig, in deren neuem Werk „Crown of Feathers“ zwei Schwestern gerne Phönixreiterinnen werden würden, bis die eine die andere verrät …

Ein Schriftsteller, ein Roman – eine Story zwischen Realität und Wahnsinn
Thomas Quinn, von Beruf erfolgloser Schriftsteller, fühlt sich zunehmend von seinem toten Vater, dem verschwundenen Schriftsteller Andrew Black und einer Romanfigur verfolgt. Er macht sich auf, der Sache auf den Grund zu gehen und ehe er sich versieht, sind Roman, Realität und Wahnsinn gar nicht weit voneinander entfernt. Thomas Quinn stürzt ins Chaos und mit ihm das ganze Buch. Blick ins Buch
Warum mir das Buch gefällt:
Ich kann diesen Roman gar nicht beschreiben, weil er so vieles auf einmal ist: Lebensgeschichte, Mysterium, Kriminalroman, Urban Fantasy, Metafiktion, Wissenschaftslektüre – welches Genre passt? Ich weiß es nicht und gerade deswegen hat er mir so gut gefallen. Es ist ein Buch über ein Buch über ein Buch, eingefasst in einem Buch. Brillant und spannend!
Steven Hall – Maxwells Dämon ISBN 978-3-8270-1422-1, 384 Seiten, € 26,00, Berlin Bei Graff bestellen

Eine düstere Zukunft, die erschreckende Parallelen zum Heute aufweist
In naher Zukunft werden Intelligenz und Einkommen ganz neu bemessen – mit einem sogenannten Q-Wert! Dieser Wert weist jedem Menschen einen Platz in der Rangfolge der Gesellschaft zu. Elena Fairchild, eine Lehrerin, hält dieses Prinzip für absolut überzeugend.
Sie nutzt es auch für ihre Schüler. Je höher der Q-Wert, desto großartiger sieht die Zukunft der Jugendlichen aus. Als Elenas eigene Tochter allerdings durch einen wichtigen Test fällt, gerät das ganze Konzept ins Wanken. Elena beginnt alles zu hinterfragen, wofür ihre Welt steht. Blick ins Buch
Warum mir das Buch gefällt:
Was ist, wenn diese systematische Auslese nur Teil eines grausamen Planes ist? Ein spannende Dystopie, die erschreckende Gemeinsamkeiten mit unserer heutigen Leistungsgesellschaft aufweist.
Christina Dalcher Q ISBN 978-3-596-70453-8, 384 Seiten, € 16,99, FISCHER Taschenbuch Bei Graff bestellen



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