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Ist „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“ ein wirklich gutes Buch?
Klaus Bernhardts Buch „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“ ist bereits vor zwei Jahren erschienen. Aber es rangiert noch immer auf den vordersten Plätzen der Bestsellerliste. Grund genug für uns, dieses Sachbuch – Untertitel: „Wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panik für immer zu besiegen“ – noch einmal genauer zu lesen. Ist es denn wirklich so gut?Das Beispiel des hungrigen Löwen leuchtet ein
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Klaus Bernhardt einen positiven und menschlichen Zugang zum Thema Angst vermittelt. Mit einfachen Worten und gut logisch nachvollziehbar erklärt er, dass Angst grundsätzlich gut für uns ist. Weil sie uns Jahrtausende lang davor schützte von Löwen gefressen zu werden. Denn sobald ein Mensch auf freier Wildbahn einem gefährlichen Tier begegnet, reagiert der Körper des Menschen mit Angst und schüttet Adrenalin aus. Das sorgt dafür, dass das Herz des Menschen ordentlich pumpt und der ganze Körper in einen optimalen Zustand für eine erfolgreiche Flucht versetzt wird. Oder für den Kampf. Die Angst ist also sinnvoll.14 Millionen Deutsche leiden heute unter einer Angsterkrankung
Allerdings leiden in der heutigen Zeit über 14 Millionen deutschsprachige Menschen an einer diagnostizierten Angsterkrankung und zwei Millionen unter ihnen werden von ständig wiederkehrenden Panikattacken geplagt. Da es nur noch selten vorkommt, dass uns Löwen über den Weg laufen, liegt der Schluss nahe, dass hier etwas falsch läuft.Klaus Bernhardt stellt sich gegen Psychopharmaka und Konfrontationstherapie
Viele Therapien setzen bei der Angstbekämpfung nach wie vor auf medikamentöse Behandlung, auf Konfrontationstherapie, Psychoanalyse, Gruppentherapie und Ablenkung. Von dem allen hält Klaus Bernhardt wenig. Mehrere Studien zeigten, dass Psychopharmaka nur bei schwersten Depressionen Wirkung hätten. „Antidepressiva greifen nämlich nicht da an, wo das Problem ursächlich entstanden ist, also in den neuronalen Verknüpfungen Ihres Gehirns. Vielmehr manipulieren sie lediglich Ihren Neurotransmitterhaushalt in der Hoffnung, dass Sie dann etwas weniger von dem empfinden, was Sie belastet.“ Klaus Bernhardt bringt dafür ein schönes Bild: Es sei in etwa so, wie wenn man ein Auto hätte mit Leck im Kühlwassersystem. Und anstatt das Leck zu reparieren füllte man immer mehr Kühlwasser nach.„Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“ stellt das Gehirn in den Fokus
Auch weshalb er in seiner Praxis auf die Anwendung von Konfrontationstherapien, Psychoanalyse, Gruppentherapien und Ablenkung verzichtet, begründet Klaus Bernhardt in „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“ nachvollziehbar. Der Heilpraktiker für Psychotherapie glaubt, dass die Angst im Gehirn entsteht, durch unser Denken. Und dass wir sie durch eine Änderung unseres Denkens in den Griff bekommen können. Weil das Gehirn ähnlich funktioniere wie ein Muskel: Es bilde Stärken aus, je nachdem wo und wie es genutzt werde. Die Konfrontationstherapie aber etwa fordere den Menschen immer wieder dazu auf, die Angst besetzten Situation zu durchdenken. Damit würde das Gehirn eher dazu trainiert, Angst zu denken als Nicht-Angst. „Somit ist es viel klüger“, schreibt Klaus Bernhardt, „zuerst in einer sicheren Umgebung Ihren Kopf neu zu vernetzen und anschließend völlig entspannt zu erleben, dass Sie wieder alles machen können, ohne dass noch Angst aufkommt.“Die Methoden von „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“
Die Methoden, die Klaus Bernhardt in „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“ hierfür vorschlägt, sind sehr einfach. Sie erfordern lediglich die Bereitschaft, etwas Lebenszeit zu investieren. Im Wesentlichen sind es folgende Methoden: + die 10-Satz-Methode zur „Neuprogrammierung“ des Gehirns + die 5-Kanal-Technik + Schnellhilfen für akute Angstsituationen
Panikattacken und andere Angststörungen loswerden
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