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Mörderische Heimat · Osteraktion 2026

Robert Löhrs „Oberammergau“ erzählt so schillernd wie packend von der Entstehung der Passionsspiele

Ein unerfahrener Pfarrer, eine zu allem entschlossene Gegenspielerin und ein heiliges Gelübde. In seinem Historienkrimi „Oberammergau“ entwirft Robert Löhr ein großartiges Panorama.

Die Passion Christi – ein unerfahrener Pfarrer und eine Herkules-Aufgabe

Mitten im Dreißigjährigen Krieg wird Oberammergau von der Pest heimgesucht – bis das Dorf gelobt, von jetzt bis in alle Ewigkeit die Passion Christi zu spielen, wenn Gott sie verschont. Dem unerfahrenen Pfarrer Johannes fällt es zu, das Bühnenstück auf die Beine zu stellen. In kürzester Zeit muss er Bauern und Hirten in Apostel und Römer verwandeln – ohne Kostüme, ohne Bühne, ohne einen Text.

Agnes hat beide Kinder an die Pest verloren und hasst deshalb Gott

Doch hat Pfarrer Johannes eine mächtige Gegenspielerin: Ortsvorsteherin Agnes hat beide Kinder an die Pest verloren, hasst Gott und tut alles, um das Vorhaben zu vereiteln. Bald spaltet sich das Dorf in Freunde und Feinde der Passion. Und Johannes muss Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um Agnes, die Pest und seine eigenen Zweifel zu besiegen …

Robert Löhrs „Oberammergau“ ist ein grandioser historischer Krimi

Krieg und Pest, Mord und Totschlag – und ein göttliches Wunder: Robert Löhrs bildgewaltiger Roman „Oberammergau“ über die Geburt der Oberammergauer Passionsspiele ist sorgfältig recherchiert und lässt die historische Kulisse atmosphärisch, opulent und farbenfroh lebendig werden. Der Autor erweist sich als geschmeidiger Erzähler, der Spannungselemente und Humor souverän einsetzt. „Oberammergau“ ist ein Roman, der Freude macht – und für alle Besucher*innen der Passionsspiele ist diese gelungene Mischung aus Historienroman und Krimi definitiv ein Muss.

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