Bestseller im Härtetest – Der Bestseller-Check | BUCHSZENE

Der Bestseller-Check – Bestseller von SPIEGEL im Härtetest

Welche Bücher auf der Bestsellerliste lesenswert sind und was zu Ihrem Lesertyp passt. Der BUCHSZENE Bestseller-Check!
Zu dritt geht es nicht – Elke Heidenreichs „Alles kein Zufall“
Elke Heidenreich

Bestseller-Check | 25. Mai 2016 | Bernhard Berkmann

Von der Liebe und von Briefträgern, vom Sterben und vom Reisen, von Musik und Alltagsphilosophie und vielem mehr erzählt dieses Buch. Manche Texte umfassen nur wenige Zeilen, die längsten wenige Seiten. Und so lang wie Elke Heidenreichs über 70-jähriges Leben ist, gibt es da spannende, lustige, aber auch weniger interessante Momente. Dieses Buch zu lesen macht tatsächlich Spaß, wenngleich es einen Punkt gibt, der jüngere Leser nerven kann.

Auf den Spuren eines Rätsels – Siegfried Lenz‘ „Der Überläufer”
Siegfried Lenz

Bestseller-Check | 12. Mai 2016 | Jörg Steinleitner

Viele Fragen umgeben Siegfried Lenzens Roman „Der Überläufer“: Warum erscheint der zweite Roman des Schriftstellers – er verfasste ihn 1952 – erst jetzt, über 70 Jahre später und zwei Jahre nach seinem Tod? Ist das Buch so schlecht oder gibt es andere, etwa rechtliche Hindernisse? Wie ist es zu erklären, dass dieses Buch über ein nicht sehr aktuelles Thema – ein junger Soldat im Zweiten Weltkrieg – sich zu einem sich beeindruckend stabil auf der Liste haltenden Bestseller entwickelte? Und schließlich: Muss man dieses uralte Werk wirklich lesen?

Ein irres, ein berauschendes, ein berührendes Buch – Benjamin von Stuckrad-Barres „Panikherz“

Bestseller-Check | 2. Mai 2016 | Jörg Steinleitner

Benjamin von Stuckrad-Barre hat in den vergangenen Jahren hart an sich gearbeitet, um zu einem der unsympathischsten Prominenten Deutschlands zu werden. In seinem Buch „Panikherz“ zeigt er sich von einer völlig neuen Seite: als beinahe an Drogen krepiertes menschliches Wrack, als liebenswerter Udo-Lindenberg-Fan und als gnadenloser Kritiker seiner selbst. Dieses Buch ist so berührend, wild und verrückt, dass Sie es lesen müssen!

Brillant und in seiner Monströsität zutiefst human – Heinz Strunks „Der goldene Handschuh“

Bestseller-Check | 22. April 2016 | Bernhard Berkmann

Die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka ist einer der ekelerregendsten Romane des Jahres – und zugleich einer der besten. Denn Heinz Strunk begnügt sich nicht damit, den Leser mit der Faszination des Bösen zu fesseln – er macht vor allem auch nachvollziehbar, welche Lebensumstände in der Lage sind, einen Menschen zum Verbrecher werden zu lassen. Dies ist das Gegenteil von Weichspülerliteratur. Ein widerwertig brutales und dabei zutiefst humanes Werk.

Kampfläufer in der Idylle – Juli Zehs Roman „Unterleuten“
Juli Zeh

Bestseller-Check | 21. April 2016 | Tim Pfanner

Juli Zehs Roman „Unterleuten“ ist ein Roman über ein Dorf. Er ist unterhaltsam geschrieben und sprachlich wertvoll, ohne anstrengend zu sein.

Sie suchen ein gutes Buch? Dann sind Sie hier richtig. Denn dafür haben wir den Bestseller-Check erfunden. Sein Auftrag: Gute Bücher von schlechten zu unterscheiden. Ganz speziell fühlen wir Büchern aus den Bestsellerlisten Belletristik und Sachbuch auf den Zahn.

Denn nicht jedes Buch, das auf der Bestsellerliste steht, muss lesenswert sein. Und vor allem passt nicht jeder Bestseller zu jedem Lesertyp. Für unsere Rezensionen berücksichtigen wir die aktuellen Bestsellerlisten, wie zum Beispiel des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL.

Was ist eigentlich ein Bestseller?

Das Wort Bestseller kommt aus dem englischen Sprachraum und steht für „Verkaufsschlager“. Es gibt sogar Hitparaden für Bestseller, die Bücher-Charts oder sogenannten Bestsellerlisten. Können wir daraus schließen, dass Bestseller gute Bücher sind, nur weil sie sich gut verkaufen?

Können wir Bestsellerlisten vertrauen?

Eine der bekanntesten Bestsellerlisten ist die SPIEGEL-Bestsellerliste.

Literaturkundige oder Influencers (Personen mit starker medialer Präsenz) sprechen eine Buchempfehlung aus, zum Beispiel im Fernsehen, in einer Zeitung oder im Internet und schon greifen Lesehungrige zu und die Verkaufszahlen gehen nach oben. Im günstigsten Fall wird aus der Buchempfehlung ein Bestseller.

Wie werden Bestsellerlisten gemacht?

Bestsellerlisten sind in erster Linie Bücher-Charts, die Verkaufszahlen repräsentieren sollen. Doch die geheim gehaltene Datengrundlage der zwei großen Marktforschungsunternehmen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und Media Control, die als Grundlage für die Bücher-Charts dienen, stimmen laut Medienberichten nicht überein und somit auch nicht die veröffentlichten Bestsellerlisten. Die Verkaufszahlen sind immer nur eine Hochrechnung der Stichproben der jeweiligen Marktforschungsunternehmen (So werden Bestsellerlisten wirklich gemacht).

Bestsellerlisten zeigen also nur vage Verkaufstrends auf und nicht alle Bestseller sind für Jedermann lesenswert. Über die literarische Qualität gibt allenfalls ein bekannter Autorenname einen ersten Hinweis.

In Abwandlung eines alten Sprichwortes: Vertrauen ist gut, selber lesen ist besser. Die Redakteure von BUCHSZENE.DE lesen stellvertretend für Sie aufmerksam und kritisch vor, was aktuell auf der Bestsellerliste steht und geben dann ehrliche Buchempfehlungen ab.

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!