Isabel Allende. Ehe-Aus im Geisterhaus.

Home >> Buchempfehlungen >> Belletristik >>

Isabel Allende. Ehe-Aus im Geisterhaus.

22. April 2016 | Redaktion | Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten


Ja, eine Scheidung ist mehr als nur „ein Spiel unter Rechtsanwälten“, wie der fünf Mal verheirate Schauspieler Cary Grant einst behauptete.

Und nein, Der japanische Liebhaber ist lediglich der Titel ihres neuesten Romans. Nicht mehr und nicht weniger.

Isabel Allende, Autorin des Weltbestsellers Das Geisterhaus, hat sich nach 27 Jahren Ehe von ihrem Ehemann getrennt. Warum? Vielleicht kam ihnen, wie es Erich Kästner in seinem Gedicht Sachliche Romanze beschrieb, die Liebe einfach abhanden, „wie anderen Leuten Stock oder Hut“. Und das große Haus, die Möbel, der gemeinsame Besitz, ihr ganzes früheres Leben? Allende hat alles hinter sich gelassen.

Ihre Scheidung sieht die 73-Jährige als „Training fürs Älterwerden“: „Zum ersten Mal in meinem Leben“, sagt sie, „bin ich ganz allein.“

Isabel Allende

Foto: Isabel Allende

 

Seit den 80er Jahren lebt die Nichte des ehemaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende in den USA. Inzwischen ist sie amerikanische Staatsbürgerin und Mitglied der Demokratischen Partei, fühlt sich aber immer noch als Einwanderin. Und engagiert sich: Ihre Stiftung unterstützt die Integration lateinamerikanischer Zuwanderer in Kalifornien. Reden schreiben? Vielleicht für Hillary Clinton? Nein, sie sei keine gute Redenschreiberin.

Aber es gebe so viele Themen, über die sie noch schreiben möchte: Über das Älterwerden. Neuanfänge. Das Leben. Und die Liebe – ein Geisterhaus, das unsagbar lange Schatten wirft. (kdm)

Share this post:
Share this post:
Mehr zur Rubrik
María Dueñas‘ „Wenn ich jetzt nicht gehe“
Die fesselnde Geschichte eines Kaufmanns und einer schönen Weingutsbesitzerin
Maria Duenas

Belletristik | 13. April 2017 | Jörg Steinleitner

In „Wenn ich jetzt nicht gehe“, fesselt María Dueñas mit der Geschichte eines Kaufmanns und einer Weingutsbesitzerin.

Zwei Ehepaare und ein paar pikante Fotos – Mario Vargas Llosas „Die Enthüllung“

Belletristik | 6. Dezember 2016 | Tina Rausch

Ein Schlüsselroman rund um Liebe, Begierde und Politik: Der Großmeister der lateinamerikanischen Literatur, Mario Vargas Llosa, präsentiert sich auf der Höhe seiner Kunst. Ein brisanter Titel und eine erstaunliche Beteuerung „Die Enthüllung ist ein Werk der Fiktion“, schreibt Mario Vargas Llosa im Vorsatz seines Buches. „Der Autor hat sich erlaubt, jederzeit völlig frei zu erzählen,… Weiterlesen »

Jules Welt – Das Glück der handgemachten Dinge
Glück kann man selber machen

Belletristik | 5. August 2016 | Redaktion

Romanheldin Jule gestaltet schöne Dinge gern selbst. Doch als es darum geht, das eigene Leben neu aufzubauen, merkt sie: Das ist eine ganz andere Nummer als backen, nähen und basteln … „Das Ziel im Leben ist nicht das Ende, sondern das Leben selbst.“ Oder: „Alles hat ein Ende, nur die Mettwurst hat zwei.“ Weise Sprüche… Weiterlesen »

Facetten ein Familie – Joël Dickers “Die Geschichte der Baltimores”

Belletristik | 5. Juli 2016 | Redaktion

Versiert verknüpft Joël Dicker mehrere Erzähl- und Zeitstränge. Er entfaltet eine packende Story, die sich federleicht liest und doch die Tiefen unserer Existenz berührt. 2012 katapultierte sich Joël Dicker aus dem Nichts in die erste Autorenliga: Sein für den renommierten Prix Goncourt nominierter Roman Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert wurde in über 30… Weiterlesen »


Mit der Nutzung von BUCHSZENE.DE erklären Sie sich damit einverstanden, dass unser Internetauftritt und unsere Tools/Plugins Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.