Lesenswert: Chain of Gold – Unser Buchtipp | BUCHSZENE.DE

Ein Vater, der eines schlimmen Verbrechens beschuldigt wird. Und eine Tochter, die bereit ist, es mit Dämonen aufzunehmen. Cassandra Clares Roman „Chain of Gold – Die letzten Stunden“ im Buchtipp.

Cassandra Clares „Chain of Gold – Die letzten Stunden“ ist actionreiche Fantasy

28. Dezember 2020 | Elisabeth Resch

Titelbild Chain of Gold

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Sie kämpfen gegen Dämonen und schützen Irdische

Schattenjäger haben die Aufgabe, gegen Dämonen zu kämpfen und Irdische vor ihnen zu schützen. Als die 16-jährige Cordelia wegen der Verhaftung ihres Vaters mit ihrer Familie nach London zieht, hat es dort schon länger keine dämonischen Aktivitäten mehr gegeben. Dennoch zerschlägt sich der Plan, den Cordelia mit ihrer besten Freundin Lucie ins Auge gefasst hat: Die beiden wollten den Bund der Parabatai schließen und vorteilhaft verheiratet werden. Doch plötzlich wird die Stadt von scheinbar unbesiegbaren Dämonen heimgesucht.

James hat die Fähigkeit, ins Schattenreich zu blicken

Diese Dämonen sind unempfindlich gegen Sonnenlicht und übertragen ein brutales Gift, für das niemand ein Heilmittel zu kennen scheint. Cordelia macht sich mit Lucie, deren älteren Bruder James und seinen besten Freunden auf die Suche nach dem Ursprung der Übergriffe. Ihnen zur Seite stehen Anna, die Cousine von James und Lucie, und die Schattenweltler. Schon bald hadert Cordelia mit ihren Gefühlen für James, der die Begabung hat in das Schattenreich zu schauen: James hat nämlich bereits eine Vereinbarung mit der geheimnisvollen Grace getroffen.

Schon bald entwickelt das Erzählte eine starke Sogwirkung

Wenn man Cassandra Clares Roman „Chain of Gold – Die letzten Stunden“ zu lesen beginnt, fällt es zunächst schwer, die vielen Namen den richtigen Personen zuzuordnen. Doch schon bald entwickelt das Erzählte dank der genauen Schilderung des Geschehens eine starke Sogwirkung. Plötzlich fühlt man sich zurückversetzt ins 20. Jahrhundert und kann sich alles bildhaft vorstellen. Cassandra Clare sagte in einem Interview, dass es viele der in ihrem Roman erwähnten Plätze tatsächlich gegeben hat.

Cassandra Clare schafft faszinierende Charaktere

Zudem finden sich vorn und hinten im Buch Teile eines London-Reiseführers mit allen wichtigen Schauplätzen, was ich persönlich phänomenal finde. Grandios sind zudem die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die Cassandra Clare so geschickt in ihre Geschichte eingebaut hat, dass der Lesefluss darunter nicht leidet. Auch erschafft die Autorin faszinierende Charaktere – von der rebellischen Anna, die Hosen trägt und jeden Mann und jede Frau verführen kann, bis zu dem unglaublich klugen Christoper, der immer am Experimentieren ist. Es findet sich eine Identifikationsfigur für jeden Typ von Leser.

Ein actionreicher Roman, der die Zeit um 1900 toll darstellt

„Chain of Gold“ ist ein Roman voller Action und spannender Kämpfe, der das gesellschaftliche Leben um 1900 glaubwürdig darstellt. Dabei lässt Cassandra Clare die Personen zeitgemäß sprechen, ohne dass es unglaubwürdig oder affektiert wirkt. Man kann „Chain of Gold – Die letzten Stunden“ gut lesen, ohne andere Bücher der Schattenjägerreihe zu kennen. Allerdings werden manche, aus anderen Büchern der Serie bekannte Sachverhalte nicht mehr bis ins letzte Detail erklärt.

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