Ángeles Doñate. Der schönste Grund, Briefe zu schreiben.

Ángeles Doñate. Der schönste Grund, Briefe zu schreiben.

5. Mai 2016 | Klaus-Dieter Müller


Der schönste Grund Bücher zu schreiben

Bild: Remy Perthuisot-Trevillion

Sie schreibt einen Brief, der ihr seit 60 Jahren auf der Seele brennt und eröffnet damit einen Reigen außergewöhnlicher Briefe, die alle auf dem Postamt von Porvenir landen. Am schönsten ist der, den Sara zu ihrem 40. Geburtstag bekommt: Der schönste Grund, Briefe zu schreiben ist immer noch die Liebe. Eine Hymne an die Briefe von Ángeles Doñate.

Rosa, eine alte Dame von achtzig Jahren, und Sara, alleinerziehende Mutter von drei Kindern und Postbotin in einem kleinen Dorf namens Porvenir, sind Nachbarinnen. Eigentlich sind sie mehr als das: Rosa hat vor 39 Jahren Sara auf die Welt geholfen, damals lebten ihre Eltern im Haus von Rosa und ihrem Mann Abel. Viele Jahre später hat Rosa Saras Mutter begleitet, als diese starb. Auch Abel war kein langes Leben vergönnt, und so leben Rosa und Sara seit vielen Jahren mit den Kindern unter einem Dach und unterstützen sich gegenseitig. Eines Tages erreicht Sara eine Hiobsbotschaft: Das über hundert Jahre alte Postamt in Porvenir soll geschlossen werden, weil es sich nicht mehr rechnet, und Sara nach Madrid versetzt werden. Das geht natürlich nicht, und Rosa sinnt auf eine Lösung.

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